Formel 1

F1 China, Qualifying-Generalprobe: Abbruch nach Albon-Crash

Bottas holt sich die Bestzeit im 3. Freien Training in Shanghai. Vettel und Hamilton patzen auf ihren schnellen Runden, Abbruch nach Albon-Crash.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Valtteri Bottas holte sich bei der Qualifying-Generalprobe zum China GP 2019 die Bestzeit. Der Mercedes-Pilot ließ im 3. Freien Training in 1:32,830 Minuten die Konkurrenz klar hinter sich. Nach einem heftigen Unfall von Toro-Rosso-Pilot Alex Albon musste die Session fünf Minuten vor dem Ende abgebrochen werden.

Das Ergebnis: Als einziger Top-Pilot erwischte Bottas eine fehlerfreie Runde. Sebastian Vettel reihte sich mit vier Zehntelsekunden Rückstand auf Rang zwei ein, hatte aber auf seinem letzten Versuch sichtlich Probleme. Teamkollege Charles Leclerc blieb als Drittplatzierter nur wenige Tausendstel hinter Vettel.

Ebenfalls Probleme hatte Lewis Hamilton: Der Mercedes-Pilot musste seinen ersten Versuch auf den Soft-Reifen abbrechen, nachdem er - offenbar vom Verkehr irritiert - am Ausgang der ersten Spitzkehre etwas zu weit raus kam. Im zweiten Anlauf blieb der Weltmeister fast neun Zehntelsekunden zurück, Platz vier.

Weil die Session abgebrochen werden musste, konnten nicht alle Piloten auf ihre Qualifying-Simulationen gehen. Nico Hülkenberg reihte sich deshalb auf Rang fünf direkt vor Kimi Räikkönen ein. Mit lediglich fünf Runden blieb für Max Verstappen im Red Bull so nur Rang sieben.

Die Zwischenfälle: Fünf Minuten vor dem Ende der Session ging ein lauter Knall durchs Media Center. Toro-Rosso-Pilot Alex Albon verlor in der Zielkurve die Kontrolle über seinen Boliden und flog heftig ab.

Beim Versuch, den Gegenpendler am Ausgang der letzten Kurve abzufangen, landete er mit hoher Geschwindigkeit im Reifenstapel. Durch die hohe Wucht des Aufpralls wurde er zurück auf die Strecke geschleudert. Albon konnte offensichtlich unverletzt wieder aussteigen.

Die Zielkurve bereitete vielen Piloten Probleme, weil dort der Wind von hinten blies. Romain Grosjean und Lando Norris sorgten für die weitesten Umwege durch die große Auslaufzone, konnten ihre Boliden aber heil lassen.

Die beiden Alfa-Piloten Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi sorgten untereinander für Stress. Von den TV-Kameras nicht eingefangen, kamen sich der Iceman und der Italiener Ende der Start- und Zielgeraden in die erste Kurve hinein offenbar bedrohlich nahe. "Er hat mich fast getroffen", schimpfte Räikkönen am Funk und fügte noch an: "Absichtlich!"


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