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Formel 1

Formel 1, Vettel testet Leclercs Auto in Bahrain

Sebastian Vettel erlebte einen schwierigen Bahrain GP. Teamkollege Charles Leclerc war ihm überlegen. Anschließend Test in Leclercs Auto, Hilfe für China.
von Christian Menath

Am Dienstag und Mittwoch nach dem Bahrain GP 2019 standen für die Formel 1 noch offizielle Testfahrten auf dem Programm. Nachdem am Dienstag Mick Schumacher im Ferrari getestet hatte, übernahm am Mittwoch Sebastian Vettel wieder den SF90.

103 Runden legte Vettel zurück, die schnellste davon in 1:29,319 Minuten. Damit landete er hinter George Russell im Mercedes und Sergio Perez im Racing Point auf Rang drei. Knapp drei Zehntelsekunden fehlten ihm auf die Bestzeit.

Allerdings fuhr Vettel seine Zeit auf den C3-Reifen, die auch am Rennwochenende zum Einsatz kamen. Russell und Perez hatten hingegen die weichste Mischung, die C5-Pneus, aufgeschnallt.

Für Vettel selbst galt es, die Probleme des Wochenendes auszusortieren. Während Teamkollege Charles Leclerc das Wochenende bis zu seinen Motorproblemen dominiert hatte, hatte Vettel zu kämpfen, kam nach einem Dreher im Rennen gar nur auf Rang fünf ins Ziel.

Der viermalige Weltmeister klagte von Freitag an darüber, nicht das richtige Gefühl in seiner Roten Göttin zu finden. Entsprechend wichtig war der Test für ihn. Wie Vettel Motorsport-Magazin.com bestätigte, fuhr er am Mittwoch nicht in seinem eigenen Auto, sondern in jenem, das Leclerc am Wochenende noch fast zum Sieg geführt hätte.

Lief es im Chassis seines Teamkollegen besser? "Die Bedingungen waren heute anders", sagte er mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Über Probleme klagte er jedenfalls nicht mehr. "Der Test hat mir für China geholfen", so Vettel.

Vettels letzter Formel-1-Test 2019

In Bahrain wurden die ersten zwei von insgesamt vier Young-Driver-Testtagen der Saison absolviert. Wie bei allen Tests dürfen die Teams nur je ein Auto einsetzen. An mindestens zwei der vier Tage muss bei jedem Team ein sogenannter Young Driver im Auto sitzen. Als Young Driver gilt, wer noch nicht bei mehr als zwei Grands Prix am Start war.

Mit Mick Schumacher saß am Dienstag ein Young Driver im Ferrari. Wenn Ferrari die restlichen Tage zwischen den Stammpiloten fair teilt - wie es in der Vergangenheit der Fall war -, hatte Vettel in Bahrain seinen letzten Testeinsatz bis zum Finale in Abu Dhabi. Leclerc darf dann womöglich beim Test nach dem Spanien GP in Barcelona ans Steuer.


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