Formel 1

Testing Time, Tag 2: V8-Debüt in Jerez

Sowohl in Le Castellet als auch in Jerez de la Frontera dröhnten heute die Motoren. Darunter auch erstmals die V8 von BMW und Toyota.
von Stephan Heublein

Jerez: Ralf Schumacher am schnellsten

Gleich mit drei Fahrern trat das Toyota Team heute in Jerez de la Frontera an - was bei der Konkurrenz für Wirbel sorgte, da man in dieser Saison laut dem 30-Tage-Test-Agreement nur zwei Autos pro Tag einsetzen darf. Der Grund für den Großeinsatz der Weiß-Roten, die durch Ralf Schumacher trotz einer Unfalls die Tagesbestzeit für sich verbuchten, war der erste Einsatz des neuen V8-Triebwerks.

Neben Toyota setzt auch BMW in dieser Woche erstmals seinen neuen Achtzylinder ein - derzeit noch in einem Williams FW27. Diesen pilotierten die Testfahrer Antonio Pizzonia und Nico Rosberg, allerdings kamen beide nicht gerade auf berauschend viele Runden.

Ganz anders die Sauber-Truppe, die ab der kommenden Saison von BMW geführt wird. Hier konnte Felipe Massa sich hinter Ralf Schumacher, Jenson Button und Franck Montagny als Vierter in der Zeitenliste einreihen.

Die beiden aktiven McLaren-Piloten platzierten sich hingegen im Mittelfeld. Juan Pablo Montoya wurde nach nur 26 absolvierten Umläufen und einem spektakulären Motorschaden Achter, Alex Wurz belegte bei seinem Comeback Rang neun. Dafür konnte der zuletzt von einem eingeklemmten Nerv genervte Österreicher immerhin 89 Runden zurücklegen.

Ebenfalls aktiv war Red Bull Racing die ihre beiden Jungspunde Christian Klien und Tonio Liuzzi in die Testschlacht schickten, dabei aber nur im zweiten Teil der Zeitenliste anzutreffen waren. Die Tests werden bis einschließlich Freitag fortgesetzt

Für die beiden V8-Debütanten verlief der Testtag hingegen nicht wirklich gut: Olivier Panis konnte nur 22 Umläufe am Morgen drehen, bevor er von einem Druckverlust gestoppt wurde. Das veränderte Ansprechverhalten irritierte den erfahrenen Franzosen: "Man erwartet einfach, dass gleich noch mehr Power einsetzt."

Für Mike Gascoyne war der erste Tag mit dem ungetesteten Wagen und Motor aber dennoch "gut". "Die Vibrationen sind geringer als erwartet", verriet er gegenüber Autosport-Atlas. "Wir hatten auf dem Prüfstand mehr Vibrationsprobleme als hier. Bislang gab es keine Probleme und wir absofort immer ein V8-Auto bei jedem Test einsetzen."

Schlechter verlief der Tag für BMW-Williams, die bis um 2:00 Uhr nachts noch den Motor in das aktuelle Auto eingepasst hatten. Nach nur vier Runden war für Antonio Pizzonia aber schon wieder Schluss. Dafür durfte er den unwohlen Nico Rosberg für weitere vier Runden in einem FW27 mit V10-Antrieb ersetzen.

Die Testzeiten aus Jerez

Platz Fahrer (Team) Reifen Zeit Runden
1. Ralf Schumacher (Toyota) M 1:17.633 57
2. Jenson Button (B·A·R) M 1:17.733 77
3. Franck Montagny (Renault) M 1:17.765 69
4. Felipe Massa (Sauber) M 1:18.000 65
5. Giancarlo Fisichella (Renault) M 1:18.069 75
6. Anthony Davidson (B·A·R) M 1:18.428 63
7. Tonio Liuzzi (Red Bull) M 1:18.449 82
8. Juan Pablo Montoya (McLaren) M 1:18.584 26
9. Alexander Wurz (McLaren) M 1:18.712 89
10. Ricardo Zonta (Toyota) M 1:18.759 42
11. Christian Klien (Red Bull) M 1:19.010 81
12. Nico Rosberg (Williams) M 1:19.510 46
13. Olivier Panis (Toyota) M 1:22.422 22
14. Antonio Pizzonia (Williams) M 1:30.663 8

Le Castellet: Gené allein am Testen

Während die sieben Michelin-Teams also in Südspanien testeten, setzten Marc Gené seine Aerodynamik- und Reifentests in Südfrankreich fort. Dort wird ab morgen auch das Jordan Team mit seinen beiden Stammfahrern einen Zweitagestest mit dem neuen EJ15B absolvieren. Danach soll dann entschieden werden, ob das neue Auto in Hockenheim zum Einsatz kommen wird.

Heute konzentrierte sich jedoch der einsame Spanier darauf seine Aerodynamik- und Reifentests fortzusetzen. Hierzu drehte er 123 Umläufe und erzielte eine Bestzeit von 1:33.905 Minuten.


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