Formel 1

Formel 1 USA, Red Bull ärgert Ferrari: Austin-Podium im Visier

Daniel Ricciardo und Max Verstappen sind mit Red Bull im Regen von Austin zweite Kraft. Die Hoffnung: Ferrari dann auch in Trockenrennen zu schlagen.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Red Bull Racing präsentiert sich im verregneten Training der Formel 1 in Austin zurück in alter Regenform. Nur Mercedes ist schneller als Max Verstappen und Daniel Ricciardo. Ferrari haben die Bullen in den beiden ersten Sessions des USA GP 2018 aber locker im Griff.

Am Vormittag wird Verstappen Dritter, liegt stolze sechs Zehntel vor Sebastian Vettel. Noch dazwischen schiebt sich Ricciardo. Als es am Nachmittag noch heftiger regnet bestätigt der Niederländer Platz drei, während Ferrari komplett ins Schwimmen gerät, trotz längerer Runs mehrere Sekunden verliert. Einzig Ricciardo trübt das Bullen-Bild etwas, fährt der Australier in FP2 keine Runde.

Daniel Ricciardo: Plattfuß verhindert 2. Training

"Ich wäre heute gerne etwas mehr gefahren, aber ich hatte heute Morgen auf meinem ersten Satz Intermediates einen Plattfuß, sodass wir ihn nicht mehr nutzen konnten", erklärt der Australier den jedoch recht harmlosen Grund dafür. "Wenn wir im zweiten Training einen weiteren benutzt hätten, dann hätten wir morgen für da Qualifying einen weniger, was natürlich wichtiger ist."

Doch genügte Ricciardo bereits die erste Session um Zuversicht für den Rest des Wochenendes zu tanken. "Heute Morgen hatten wir ein paar Runden, um das Auto unter diesen Bedingungen zu verstehen und das war definitiv eine Verbesserung gegenüber Monza", so Ricciardo. Dort hatte Red Bull im Regen noch mehr zu kämpfen gehabt, wie zuvor auch schon im Ungarn-Qualifying. Anders in Austin. "Es war echt ordentlich!", freut sich Ricciardo. "Der Regen macht es zudem aufregender und könnte morgen ein paar Dinge ändern."

Max Verstappen: Red Bull in Austin gut in Form

Max Verstappen stimmt zu. "Etwas langweilig sind diese nassen Freitage immer, aber es war wichtig, rauszugehen, um unser Auto unter diesen Bedingungen besser zu verstehen. Wir haben da einige Sachen ausprobiert, aber es ist im Regen immer schwer zu erkennen, wie das Auto auf die Änderungen reagiert. Am Ende der Session fühlte es sich aber ziemlich gut an. Wenn es also morgen nass ist - oder während des Rennens - dann sind wir hoffentlich in guter Verfassung", hofft der Regenexperte.

Doch was geschieht, sollte es nicht weiter regnen in Austin? "Ich denke, dass wir auch im Trockenen ein ziemlich gutes Auto haben", meint Ricciardo. "Deshalb ist mir fast egal, was da im Qualifying passiert." Angesagt ist dafür jedoch tatsächlich erneut Regen. Anders für den Sonntag. Doch kann sich Red Bull im Rennen dann dennoch vor Ferrari behaupten, sollte es in einem Regen-Qualifying zum erwarteten Sieg über die Scuderia kommen - zumal Vettel auch noch eine Strafe kassiert?

Red Bull: Im Rennen alles möglich

Ricciardo schließt es nicht aus. Alles sei dann möglich. "Das Rennen könnte aber zur Lotterie werden, sollte es die erste Session im Trockenen hier sein. Ich weiß nicht, ob Ferrari heute Probleme hatte, aber wir scheinen ganz okay dazustehen. Ein Podium wäre gut", sagt der Australier.


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