Formel 1 / Kolumne

Patrick Friesacher: USA: Eine neue Chance in Magny Cours

Auch wenn Patrick den Indy-GP als Blamage ansieht, freut er sich natürlich über seine ersten drei WM-Zähler.
von Patrick Friesacher

Motorsport-Magazin.com - Liebe motorsport-magazin.com-Leserinnen & Leser,

Das Rennwochenende in Indianapolis wird sicherlich in die Formel-1 Geschichte eingehen. Das "Rennen" selbst war Blamage für den Sport und eine Zumutung für die vielen angereisten Fans. Ich hab wirklich Verständnis dafür, wie die Leute Ihren Unmut zum Ausdruck gebracht haben.

Zum Rennwochenende bin ich mit großen Erwartungen angereist und wollte unbedingt die guten Voraussetzungen des Kurses für unseren PS05 optimal nützen. Eine gute Platzierung hätte es werden sollen. Nach dem Qualifying war ich noch zuversichtlich, da die Zeitabstände zu meinen direkten Konkurrenten nicht allzu groß waren, obwohl ich ziemlich "schwer" war, sprich ziemlich viel Sprit an Bord hatte.

Vor dem Rennen gab es natürlich diverse Gerüchte, sogar die Absage des Rennens wurde kolportiert. Ich hätte jedoch nicht damit gerechnet, dass Michelin wirklich so schlecht auf die Anforderungen des US-Kurses vorbereitet war. Das "Rennen" selbst möchte ich nicht kommentieren, wer es gesehen hat kann sich seinen Reim darauf machen. Einige Fernsehstationen haben sogar die Übertragung abgebrochen, was ich verstehen kann.

Das Fazit des Ganzen waren drei WM-Punkte für mich. Mein Teamkollege Christijan und die Jordans waren in Reichweite, auch ein 5. Platz wäre möglich gewesen. Die Zwei-Stop-Strategie ging beinahe auf, jedoch hatte ich ab Mitte des Rennens keinen zweiten Gang mehr. Natürlich habe ich bis zur Zielflagge alles gegeben aber es war unter den Umständen leider nicht mehr drin.

Tiago Monteiro hat sich über seinen dritten Platz richtig gefreut und ich finde es für ihn und das Team auch gut so. Schließlich konnte er seinen Teamkollegen, Christijan und mich besiegen, zumindest wir Vier hatten unser Rennen.

Ich hoffe in Magny Cours eine bessere Performance liefern zu können, auch für meine Fans. Der 4,4 km lange Circuit de Nevers in Magny Cours ist für alle Teams eine Herausforderung. Bei einem völlig ebenen Streckenverlauf und Stop-and-Go Charakter wird es nicht leicht sein, einen Rhythmus zu finden. Sicherlich wird es in der Adelaide-Haarnadelkurve auch dieses Jahr wieder spannende Überholmanöver geben.


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