Formel 1

Formel 1 Baku: Sebastian Vettel schlägt im 3. Training zurück

Sebastian Vettel fährt im 3. Freien Training zum Formel-1-Rennen in Baku die Bestzeit. Die Qualifying-Generalprobe musste unterbrochen werden.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Sebastian Vettel hat nach seinem durchwachsenen Auftakt in Baku im 3. Freien Training zurückgeschlagen. Der Ferrari-Pilot fuhr am frühen Samstagnachmittag mit 1:43,091 Minuten die schnellste Runde und distanzierte die Konkurrenz.

Die Generalprobe zum Qualifying der Formel 1 in Baku musste nach einem Unfall von Williams-Pilot Sergey Sirotkin unterbrochen werden (mehr dazu im Abschnitt Zwischenfälle). Der Russe verunfallte im 3. Freien Training zum Aserbaidschan GP 2018 rund zehn Minuten vor dem Ende der Session. Das Training musste unterbrochen werden und wurde erst drei Minuten vor dem Ablauf der 60 Minuten wieder gestartet. Entsprechend wurde die Qualifying-Simulation am Ende etwas chaotisch, die meisten Piloten verbesserten ihre Zeiten nicht mehr.

Die Platzierungen: Auch Mercedes konnte sich rehabilitieren. Lewis Hamilton landete mit 0,361 Sekunden Rückstand auf Rang zwei vor Kimi Räikkönen. Red Bull enttäuschte hingegen: Max Verstappen wurde nur Vierter, Daniel Ricciardo beendete das Training gar nur auf Rang zwölf. Durch das chaotische Ende war die Session allerdings nicht besonders repräsentativ.

Valtteri Bottas wurde Fünfter, den Titel Best of the Rest sicherte sich Sergio Perez mit Rang sechs. Kevin Magnussen, Lance Stroll, Esteban Ocon und Sergey Sirotkin komplettierten die Top-10. Fernando Alonso verpasste in seinem McLaren den Sprung hingegen.

Hinter Ricciardo auf Platz zwölf landeten Pierre Gasly, Charles Leclerc und Romain Grosjean. Enttäuschend lief es mit den Plätzen 16 und 17 für die Renault-Piloten Carlos Sainz und Nico Hülkenberg. Allerdings fuhren Sainz und Hülkenberg als einzige Piloten fast die gesamte Session über auf Supersofts, während die Konkurrenz auf Ultrasofts trainierte.

Die Zwischenfälle: Wieder einmal zahlreiche Verbremser. Brendon Hartley, Auslaufzonen-Spezialist vom Freitag, machte für seinen erneuten Besuch abseits der Strecke einen Ferrari verantwortlich, der angeblich nicht gut genug Platz machte. Hartley war aber beileibe nicht der einzige Pilot, der sich in den endlosen Auslaufzonen wiederfand.

Für den größten Zwischenfall sorgte aber Williams-Pilot Sergey Sirotkin. Der Russe schlug am Ausgang von Kurve zwei mit der rechten Vorderradaufhängung in die Streckenbegrenzung ein. Sirotkin nahm schlichtweg zu viel Speed mit durch die Kurve. Für die Bergung des havarierten Boliden musste die Session unterbrochen werden.

Die Technik: Nico Hülkenberg hatte offenbar Probleme. Er beschwerte sich am Funk über ein komisches Gefühl im Heck, kam anschließend an die Box und ging später nicht mehr auf die Strecke. Der Renault-Pilot fuhr als einziger Fahrer die Ultrasoft-Reifen im FP3 überhaupt nicht.

Das Wetter: Zu Beginn der Session zeigten vereinzelte LCD-Signale Regen-Symbole. Tatsächlich war der Himmel über Baku dunkel, wirklichen Regen gab es aber nicht. Mit 30 Grad Asphalt und 23 Grad Lufttemperatur waren die Bedingungen ähnlich wie am Freitagnachmittag. Drehender Wind war wieder ein Thema, die ganz hohen Windgeschwindigkeiten wurden aber (noch) nicht erreicht.


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