Formel 1

Formel 1 Baku: Ferrari, Mercedes, Red Bull taktieren anders

Die Reifenwahl der Formel-1-Teams für den Aserbaidschan GP 2018 in Baku ist da. Auffällig: Abweichungen ohne Ende. Auch bei Ferrari, Mercedes und Red Bull.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Pirelli hat die Reifenwahl der Formel-1-Team für das vierten Saisonrennen 2018 veröffentlicht. Bei dem in diesem Jahr von Juni auf April vorverlegten Grand Prix von Aserbaidschan in Baku differieren die F1-Rennställe dieses Mal extrem, ob zueinander oder teamintern.

Nach Baku bringt Pirelli erstmals wieder dieselben Mischungen wie zum Saisonstart nach Australien: Ultrasoft, Supersoft und Soft. Dieses Mal wird also nicht, wie zuletzt in China, eine Mischung übersprungen. Wie in Shanghai gleich geblieben ist allerdings der aggressivste Rennstall der Top-Teams: Ferrari.

Ferrari: In Baku mehr weiche Reifen als Mercedes und Red Bull

Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel erhalten in Aserbaidschan jeweils zehn Satz des ultraweichen Klebers, die Mercedes-Piloten neun, bei Red Bull sind es sogar nur acht Ultrasofts. Genauso viele Mischungen der weichsten Reifen in Baku wie Ferrari haben sonst nur die Sauber-Piloten und McLarens Stoffel Vandoorne geordert.

Formel 1 2018: So funktioniert die Reifenwahl für die Rennen: (01:12 Min.)

Ebenfalls auffällig bei den drei Spitzenteams: Einzig Max Verstappen und Daniel Ricciardo fahren teamintern dieselbe Strategie, erhalten neben der Ultras jeder zweimal Soft und dreimal Supersoft. Bei Ferrari und Mercedes wird hingegen gesplittet. Räikkönen erhält einen Soft mehr als Vettel, der WM-Leader dafür eine supersofte Mischung mehr als der Finne. Bei Mercedes übernimmt Hamilton den härteren Part: Ein Satz Soft für Bottas, zwei für den Briten. Analog gibt es drei Supersofts für den Finnen und zwei für Hamilton.

Renault die Supersoft-Könige in Aserbaidschan

Ein Blick in das Mittelfeld lohnt jedoch genauso: Das Renault-Team fokussiert sich von allen Rennställen am meisten auf den Supersoft. Gleich viermal bekommen Nico Hülkenberg und Carlos Sainz diese Mischung. Das trifft sonst einzig auf Williams' Lance Stroll zu, sodass auch beim Team aus Grove wie bei Ferrari, Mercedes, McLaren und Sauber Aufgabenteilung herrscht.


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