Formel 1

Formel 1, Vettels Malaysia-Crash: Neues Video entlastet Stroll

Sebastian Vettel und Lance Stroll sorgten in der Auslaufrunde des Formel-1-Rennens in Malaysia mit einem Crash für Aufsehen. Nun gibt es neue Bilder.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Den größten Aufreger des Malaysia GP 2017 gab es erst in der Auslaufrunde. Nachdem das Formel-1-Rennen eigentlich schon beendet war, crashten Sebastian Vettel und Lance Stroll heftig. Vettel fuhr im Ferrari deutlich schneller und wollte außen am Williams von Stroll vorbeigehen. Doch dabei verhakten sich Strolls rechter Vorderreifen und Vettels linker Hinterreifen.

Die Kollision war so heftig, dass Vettels komplettes Auto angehoben wurde und die linke Hinterradaufhängung komplett kollabierte. Der linke Hinterreifen wurde über die Motorabdeckung auf die rechte Seite geschleudert.

Nach dem Rennen gab es nur bedingt Auflösung: Die Onboard von Vettel zeigte nur, wie der WM-Zweite mit Überschuss an Stroll vorbeigeht und dann seitlich getroffen wird. Die Nasen-Kamera von Romain Grosjean, der hinter Stroll und Vettel fuhr, zeigte, wie Stroll leicht nach rechts fährt, bevor es zur Kollision mit Vettel kommt.

Nun allerdings gibt es neues Videomaterial, dass die Kollegen des britischen Sky erstmals ausgestrahlt haben: Darauf ist die Onboard-Perspektive von Lances Stroll zu sehen und relativ klar zu erkennen, dass er mit konstantem Lenkwinkel um die Linkskurve fährt und die Lenkung nicht aufmacht. Während der Kurvenradius etwas enger wird, bleibt Stroll bei seinem Lenkeinschlag - und wird deshalb leicht nach außen getragen.

Die Stewards hatten die Aufnahmen wohl allerdings schon in Malaysia und entschieden auf Rennunfall. Damals führten sie aus, dass Stroll die Innenseite auch offen lässt, weil von hinten noch Romain Grosjean kommt.

Inzwischen ist auch klar, dass Vettel keine Konsequenzen mehr aus dem Unfall fürchten muss. Ferrari analysierte das Getriebe des viermaligen Formel-1-Weltmeisters und fand an der Übersetzung keine Beschädigungen. Ein Wechsel hätte eine Strafversetzung um fünf Plätze mit sich gezogen.


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