Formel 1

Sergio Perez zittert: McLaren-Renault 2018 Karriere-Gefahr?

Sergio Perez fürchtet, dass McLaren mit Renault-Motoren Force India in der Formel 1 2018 extrem gefährlich werden kann. Ein Problem für seine F1-Karriere?
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Sergio Perez macht sich Sorgen. Sorgen um die Formel-1-Saison 2018 bei Force India, Sorgen um seine Karriere und seine Aufstiegsambitionen in ein Top-Team. Dabei hat der Mexikaner gerade erst in Singapur mit Force India für ein weiteres F1-Jahr verlängert. Plötzlicher Sinneswandel also bei 'Checo' Perez? War es doch nicht die richtige Entscheidung?

Mangels wirklich besserer Alternativen sicherlich nicht. Dennoch scheint Sergio Perez mit Blick auf seine nahe Zukunft in der Formel 1 nicht allzu begeistert, als er in Malaysia auf das Thema angesprochen wird. Der Grund: McLarens neuer Motorenpartner ab der kommenden Saison.

Perez fürchtet: McLaren stiehlt Force India 2018 die Mittelfeld-Show

"Renault selbst wird eine Bedrohung sein, aber diejenigen, die mir mehr Kopfzerbrechen bereiten, sind Mclaren", sagt Perez im Vorfeld des Rennwochenendes in Sepang. "McLaren wird ziemlich stark sein wenn all das, was sie über ihr Chassis gesagt haben, richtig ist. Sie dürften nächstes Jahr ziemlich stark sein", fürchtet Perez.

Auch insgesamt werde es in der kommenden Saison für Force India sicherlich schwer, den aktuellen Status als klare vierte Kraft zu konservieren. "Du wirst die Renault haben, die McLaren und Williams, sodass es nicht leicht werden wird", warnt Perez.

Der Knackpunkt dabei für ihn selbst und seine Karriere-Hoffnungen: 2019 öffnet sich der Fahrermarkt extrem, auch bei den Top-Teams. Ferrari, Red Bull, Mercedes - überall laufen Ende 2018 Verträge aus. Heißt im Umkehrschluss: Nie waren die Aufstiegschancen in ein Top-Team für Sergio Perez größer, als sie es zur übernächsten Formel-1-Saison sein werden.

Sergio Perez muss sich 2018 weiter für ein Top-Cockpit empfehlen

Heißt aber auch: Wer ein Angebot will, muss sich zeigen. Aktuell gelingt genau das Sergio Perez gut. Mit Force India als Best-of-the-Rest-Team vermag er durchaus Glanzlichter zu setzen, liegt in der WM als starker Siebter sogar punktgleich mit dem allerdings von viel Pech geplagten Red Bull von Max Verstappen. Doch was wird 2018 wenn es in puncto Karriere wirklich zählt? Verfügt Perez dann noch über das Material um weit genug vorne mitzukämpfen?

"Es wird wichtig sein, dabei zu sein, ein konkurrenzfähiges Auto zu haben, um sicherzustellen, dass du in einer guten Position für das bist, was auch immer im folgenden Jahr passieren mag", weiß Perez. "Deshalb möchte ich schon jetzt jede Woche das Potential maximieren, überperformen und weiter Punkte machen", ergänzt der Mexikaner.

Sergio Perez der Antreiber: Beste Werbung für sich selbst

Perez weiter: "Auch wenn wir schon in einer gesetzten vierten Position sind, denke ich, dass wir alle nicht ganz zufrieden mit unserer Performance in diesem Jahr sein können. Der Abstand zu den drei Top-Teams war gewaltig und wir müssen diese Lücke definitiv schließen, bevor die Saison endet." Sergio Perez, der Antreiber. Nicht umsonst. Denn: "Jedes Update, das du dieses Jahr ans Auto bringst, hilft dir auch für die Zukunft", sagt Perez. Also für die erwartete Perez-Schlüsselsaison 2018.

Zum Pessimisten wird Perez deshalb jedoch nicht. Er sieht Force India durchaus in der Lage, seine Stellung zu behaupten - wenn der Einsatz weiter stimmt. "Die ganze Zeit, die ich in diesem Team bin, haben die Leute uns unterschätzt. Und schau' dir an, wo wir sind. Es gibt echt gutes Potential hier", lobt der Mexikaner. Antreiber, erfolgreich und auch noch solidarisch mit dem Team. Mit solchen Aussagen liefert Perez letztlich nur noch zusätzliche Argumente für eine Verpflichtung durch ein Top-Team.


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