Formel 1

Formel 1 2017, Monza: Hamilton Schnellster im Ferrari-Land

Die Formel 1 im High-Speed-Tempel zu Monza: Mercedes hängt Ferrari im 1. Training ab. Kann die Scuderia zurückschlagen?
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Die Formel 1 im Dauereinsatz: Nach dem Belgien Grand Prix auf dem legendären Circuit de Spa-Francorchamps geht es nur eine Woche später schon mit dem nächsten Klassiker weiter - dem Großen Preis von Italien 2017 (Rennen live im TV am Sonntag um 14:00 Uhr bei RTL, Sky und im Motorsport-Magazin.com Live-Ticker) auf dem nicht minder legendären Autodromo Nazionale Monza. Zum Start des F1-Wochenendes sicherte sich Lewis Hamilton im Mercedes vor den Augen der Tifosi die erste Bestzeit des Tages.

Hamilton-Bestzeit: Mercedes hängt Ferrari ab

Die Platzierungen: Lewis Hamilton machte im 1. Training in Monza dort weiter, wo er in Spa aufgehört hatte: Bestzeit für den dreimaligen Weltmeister. In 1:21.537 Minuten war er gut vier Zehntel schneller als sein Silberpfeil-Teamkollege Valtteri Bottas. Der finnische Mercedes-Pilot belegte vor den beiden Ferrari-Fahrern Rang zwei. Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen hatten jeweils gut 1,1 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Hamilton.

Hinter Mercedes und Ferrari reihte sich Red Bull ein: Daniel Ricciardo wurde mit 1,2 Sekunden Rückstand Fünfter, Max Verstappen mit einem ähnlichen Rückstand Sechster. Auch die Plätze sieben und acht gingen an zwei Teamkollegen: Die Force India-Fahrer Sergio Perez und Esteban Ocon. Stoffel Vandoorne und Felipe Massa rundeten die Top-10 ab. Nico Hülkenberg wurde im Renault nur 17., Pascal Wehrlein belegte im Sauber Rang 19.

Anders als bei den letzten Rennen liegt der absolute Streckenrekord in Monza vorerst noch außer Reichweite. Der Rundenrekord im Rennen rührt aktuell aus der Saison 2004 (1:21.046 Minuten, Rubens Barrichello). Die absolut schnellste Rundenzeit im königlichen Park fuhr Juan Pablo Montoya 2004 in 1:19.525 Minuten. Auf der High-Speed-Strecke in Monza erzeugen die breiteren Autos der 2017er Generation einen höheren Luftwiderstand, was sie auf den Geraden Zeit kostet.

Die Zwischenfälle: Lewis Hamilton begann das Freie Training im Grosjean-Modus - sprich: mit etlichen Verbremsern und Bremsschwierigkeiten. Davon abgesehen verlief die erste Session relativ ereignislos. Den ersten Dreher des Tages legte Carlos Sainz in Kurve 11 auf den teilweise leicht rutschigen Asphalt.

Honda-Motorwechsel: Wieder Strafversetzung für Alonso

Die Technik: Kein Wochenende ohne Motorwechsel bei McLaren Honda: Fernando Alonso setzte im 1. Training die Spezifikation 3,7 der Honda Power Unit ein, um deren Performance zu testen. Die Folge: 35 Plätze Strafversetzung für den Einsatz neuer Teile. In diesem Fall sind das der siebte Verbrennungsmotor, die siebte MGU-K, die neunte MGU-H, der neunte Turbo, der sechste Energiespeicher und die fünfte Kontrollelektronik.´

Nach dem Training wechselte das Team wieder zurück auf eine Power Unit, die bei den vorherigen Rennen eingesetzt wurde. Alonsos Teamkollege Stoffel Vandoorne setzte die Motorvariante vom letzten Rennen (3,5) ein. Bei ihm erwartet das Team an diesem Wochenende keine Strafe... Träumen darf ja erlaubt sein. Weitere Strafen gibt es für Daniel Ricciardo (+20), Max Verstappen (+15) und Carlos Sainz (+10).

Das Wetter: Italien: das ist Sonnenschein, begeisterte Tifosi im königlichen Park - und heute auch eine Regenwahrscheinlichkeit von 60%. Entsprechend viel Fahrbetrieb gab es zu Beginn des 1. Trainings in Monza zu sehen. Die Teams versuchten, so viele Daten wie möglich zu sammeln, bevor die Wolken die Schleusen öffneten. Von vereinzelten Regentropfen abgesehen blieben die Fahrer jedoch von Regen verschont, gegen Ende der Session ließen sie es einige Fahrer auf feuchterer Strecke langsamer angehen. Für das 2. Training am Nachmittag besteht weiterhin Regengefahr. Nördlich der Strecke gingen schon am Vormittag Schauer nieder.

Die Strecke: Das altehrwürdige Autodromo Nazionale Monza erhielt für die 2017er Ausgabe des Großen Preises von Italien teilweise einen neuen Anstrich. So wurde die Zielgerade neu asphaltiert, was dazu führte, dass es selbst zu Beginn des Trainings bei trockenen Bedingungen aussah, als ob der Asphalt nass sei. Hinzu kommen neue TecPro-Barrieren in den Kurven 4, 8 und 11 sowie mit TecPro verstärkte Reifenstapel in den Kurven 9 und 10.


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