Formel 1

Hülkenberg zu Magnussen: Du Möchtegern-Verstappen

Nach der Eier-Affäre in Ungarn packt Nico Hülkenberg noch einmal so richtig aus. Die Reaktion des Renault-Piloten dürfte bei Kevin Magnussen nicht gut ankommen.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Die Lutsch-meine-Eier-Affäre aus Ungarn ist noch nicht vorbei. Nach dem denkwürdigen Wortgefecht zwischen Nico Hülkenberg und Kevin Magnussen, legte der Deutsche nun noch einmal richtig nach. "Wir haben im Moment andere Herausforderungen in der Formel 1 als die Behandlung des Hoden eines Möchtegern-Verstappen", sagte Hülkenberg zu Sport1.

Ein deftiger Spruch in Richtung des Haas-Piloten, mit dem er sich kurz, aber heftig während eines TV-Interwies nach dem Rennen gezofft hatte. Hülkenberg weiter: "Mit ihm ist es wie mit einem kleinen Bruder: Man weiß, dass er sich nicht anders wehren kann und deshalb ist es leicht, es mit einem Lächeln hinzunehmen."

Die Eier-Affäre

Wie Magnussen wohl auf diese derben Aussagen reagiert, sollte er davon Wind bekommen? In Ungarn war der Auslöser für den Verbal-Austausch vor laufenden Kameras ("Lutsch meine Eier, Schätzchen") ein Manöver Magnussens in Runde 62 gewesen, als er Hülkenberg in die Wiese gedrückt hatte und dafür von der Rennleitung mit einer Zeitstrafe und Strafpunkten belegt worden war.

Anschließend stellte Hülkenberg seinen Kontrahenten öffentlich zur Rede, warf ihm vor, wieder einmal der unsportlichste Fahrer des Rennens gewesen zu sein. Magnussen hatte mit dem Eier-Spruch gekontert, der anschließend für große Schlagzeilen sorgte. Hülkenberg verteidigte sein Vorgehen, Magnussen vor den TV-Kameras anzugehen. Wenn ihm etwas nicht passe, gebe es eben eine direkte Reaktion.

Hülkenberg: Spaß mit dem hitzköpfigen Sensibelchen

Hülkenberg: "Ich bin kein Typ, der sich nach so einer Aktion im Rennen anbiedert, noch muss ich jemanden deswegen beleidigen. Wenn ich ein Problem habe, gehe ich hin und sage, was ich denke. Die Fans freuen sich doch, dass sie einen Sport sehen, in dem man offen die Konkurrenz auslebt und seine Gedanken äußert." Das Video des Verbal-Twists wurde im Internet gefeiert - derlei Aussagen hört man zumindest öffentlich nicht allzu oft.

Hülkenberg und Magnussen werden in nächster Zeit wohl nicht mehr die besten Freunde. Und der Renault-Pilot setzte am Ende sogar noch einen drauf, sagte über das Wortgefecht: "Das macht doch erst so richtig den Spaß bei der Formel 1 aus - gerade mit hitzköpfigen Sensibelchen."

Hülkenberg scheint auf jeden Fall seinen Spaß gehabt zu haben. Nach dem Ungarn Grand Prix veröffentlichte er ein Foto in seiner Instagram-Story, auf dem er zusammen mit Magnussens Haas-Teamchef, Günther Steiner, abgebildet war. Text dazu: "Eier lutschen... nein danke! Vor allem nicht, wenn sie dänisch sind. Günther und ich sind uns da einig."

Hülkenberg und Steiner versöhnten sich doch schneller als erst gedacht (Zur Vollansicht auf das Bild klicken/tippen) - Foto: Nico Hülkenberg/Instagram

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