Formel 1

Rallyeweltmeister Sebastien Ogier testet Formel-1-Auto von Red Bull

Senna-Fan Sebastien Ogier tauschte seinen Rallyeboliden gegen ein Formel-1-Auto ein. Er tritt damit auch in die Fußstapfen von Sebastien Loeb und Colin McRae.
von Annika Kläsener

Motorsport-Magazin.com - Der vierfache Rallyeweltmeister Sebastien Ogier hat sich dank Red Bull einen Kindheitstraum erfüllt und erstmals einen Formel-1-Boliden getestet. Auf dem Red Bull Ring in Spielberg pilotierte Ogier einen RB7 aus dem Jahr 2011, mit dem Sebastian Vettel seinerzeit Weltmeister wurde.

"Als Kind habe ich mir Senna angesehen, er war mein Idol und natürlich habe ich davon geträumt, eines Tages so ein Auto zu fahren", sagte Ogier, der seine Verehrung für Ayrton Senna auch schon auf seinem Rallye-Helm zum Ausdruck brachte.

"Als Rennfahrer muss man schnell unterwegs sein, um Spaß zu haben und ein Formel-1-Auto ist das schnellste, das man fahren kann. Deswegen will natürlich jeder Rennfahrer das eines Tages spüren", schwärmte der Red-Bull-Athlet.

Rallye-Star Ogier testet Red Bull: (02:57 Min.)

Ogier kam bereits früh mit der Formel 1 in Berührung. Da er in Gap unweit von Monaco aufwuchs, reiste er als Kind zunächst als Fan zum Großen Preis im Fürstentum. Später arbeitete der Ehemann von Moderatorin Andrea Kaiser sogar als Streckenposten.

2013 traf Ogier in Monaco Sebastian Vettel und nahm zum ersten Mal in einem Formel-1-Cockpit Platz - allerdings nur für ein Foto. "Ich hoffe, dass ich eines Tages die Chance bekomme, einen F1-Boliden zu testen", erklärte Ogier damals im Interview mit Motorsport-Magazin.com.

Ogier saß 2013 in Monaco schon mal im Formel-1-Auto Probe - Foto: Red Bull

Ehe er sich seinen Traum erfüllte, drehte Ogier zunächst mit David Coulthard als Mentor in früheren Boliden der Formel Renault 3.5 seine Runden. Er saß jedoch nicht zum ersten Mal in einem anderen Fahrzeug als einem Rallyeauto. Ogier startete unter anderem im Porsche Supercup und im ADAC GT Masters.

Ogier ist nicht der erste WRC-Champion, der ein Formel-1-Auto testet. Namensvetter Sebastien Loeb versuchte sich sogar bei offiziellen Testfahrten der Königsklasse in einem RB4. Der Rekordchampion hatte einen Start in der Formel 1 im Visier, erhielt von der FIA jedoch keine Superlizenz. Eddie Jordan ermöglichte Rallyelegende Colin McRae 1996 einen Formel-1-Test.

Ogier geht in der WRC-Saison 2017 für das britische Team M-Sport in einem Ford Fiesta WRC an den Start. Nach acht Rallyes führt er die Meisterschaft mit elf Punkten Vorsprung auf Verfolger Thierry Neuville an. Ogier erzielte im Laufe seiner Karriere 40 Siege und 493 Prüfungsbestzeiten.


Weitere Inhalte:
Wir suchen Mitarbeiter