Formel 1 / Historisches

Rote Höhen und Tiefen: Ferrari in Monaco

Ferrari blickt in Monaco auf eine bewegte Geschichte zurück. Motorsport-Magazin.com präsentiert die roten Höhen und Tiefen im Fürstentum.
von Philipp Schajer

Motorsport-Magazin.com - Die erste Startreihe beim Großen Preis von Monaco 2017 ist rot! Kimi Räikkönen startet von der Pole Position, gefolgt von seinem Teamkollegen Sebastian Vettel. Die Chancen, dass eine lange Durststrecke der Scuderia zu Ende geht, stehen somit gut. Motorsport-Magazin.com blättert in den Geschichtsbüchern und blickt auf die Höhen und Tiefen von Ferrari im Fürstentum.

1955: Der erste Sieg

Maurice Trintignat ist Ferraris erster Monaco-Sieger - Foto: Sutton

Der Circuit de Monaco zählt nicht zu Ferraris Lieblingsstrecken. Seit 1950 wird in Monaco gefahren, seit 1955 ununterbrochen, trotzdem sprangen für die Roten bislang nur acht Siege heraus - vergleichsweise wenig. Den ersten dieser Erfolge fuhr 1955 Maurice Trintignant ein. Der Franzose feierte in seiner Karriere zwei Siege, beide ausgerechnet in Monaco. Trintignant benötigte für die damals 100 Runden knapp drei Stunden und bescherte Ferrari den einzigen Saisonsieg.

2001: Der letzte Sieg

Michael Schumacher gewann 2001 in Monaco - Foto: Sutton

Der bis dato letzte Sieg der Scuderia in Monaco liegt schon einige Zeit zurück. 2001 gewann Michael Schumacher vor Rubens Barrichello und bescherte Ferrari damit den insgesamt zweiten Doppelerfolg im Fürstentum. So gut wie in diesem Jahr standen die Chancen nun schon lange nicht, die sieglose Durststrecke endlich zu beenden - Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel haben es in der Hand.

2004: Schumacher und Montoya kollidieren

Michael Schumacher wurde aus dem Rennen gerissen - Foto: Sutton

Ohne diesen Zwischenfall hätte Ferrari wohl einen Monaco-Sieg mehr auf dem Konto. In einer Safety-Car-Phase bremste der in Führung liegende Michael Schumacher im Tunnel unmittelbar hinter dem Sicherheitsfahrzeug plötzlich stark ab, sodass Juan Pablo Montoya auf den Ferrari-Piloten auffuhr. Schumacher, der die ersten fünf Saisonrennen gewonnen hatte, prallte gegen die Tunnelwand und trug eine gebrochene Vorderradaufhängung davon - Grand Prix vorbei. Profiteur von alledem war Jarno Trulli, der die Gunst der Stunde nutzte und seinen einzigen F1-Sieg feierte.

2006: Die Schumacher-Blockade

Monaco 2006: Schumacher parkt in Monaco: (00:41 Min.)

Diese Szene ging als eine der schwärzesten Stunden in Michael Schumachers Karriere ein. Der Ferrari-Pilot lag in der Schlussphase des Qualifyings in Front, als er seinen Wagen in Rascasse parkte, wodurch alle Piloten hinter ihm verlangsam mussten. Auch Fernando Alonso, der schneller als Schumacher unterwegs war und auf Pole-Kurs lag. Die Wogen gingen in weiterer Folge hoch, und Schumacher wurde disqualifiziert. Alonso gewann das Rennen letztlich souverän, Schumacher, der vom Ende des Feldes starten musste, wurde immerhin Fünfter.

2008: Räikkönen beendet Sutils Aufholjagd

Adrian Sutil fiel Kimi Räikkönen zum Opfer - Foto: Sutton

Vier Jahre nach Montoya gegen Schumacher schoss diesmal ein anderer Ferrari-Fahrer einen in aussichtsreicher Position liegenden Piloten ab. Adrian Sutil steuerte mit seinem Force India einem hervorragenden vierten Platz entgegen, als der hinter ihm fahrenden Kimi Räikkönen bei der Anfahrt zur Hafenschikane die Kontrolle über seinen Wagen verlor und auf Sutil auffuhr. Der Deutsche, der nur vom 18. Platz gestartet war und eine bemerkenswerte Aufholjagd hingelegt hatte, musste daraufhin bitter enttäuscht aufgeben.


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