Formel 1

Technik-Ärger vor Saisonstart in Melbourne: FIA prüft Öltanks vor Australien-GP

Vor dem Saisonstart in Australien hat die FIA die Technik der Boliden unter Beschuss. Der Aufhängungsstreit scheint geklärt, der Motoren-Ärger noch nicht.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Unmittelbar vor dem Start der Formel-1-Saison 2017 in Melbourne gibt es Mal wieder Regel-Ärger. Red Bull und Renault baten im Vorfeld des Australien GP die FIA um Klarstellung, was das Verbrennen von Motoröl angeht.

Renault vermutet, dass Mercedes die Leistung des Verbrennungsmotor steigert, indem nicht nur Benzin verbrannt wird, sondern auch Motoröl. Das allerdings ist eigentlich verboten. Mit dieser Methode könnte vor allem im Qualifying die Leistung erhöht werden.

Die FIA überprüft am Donnerstag vor dem Australien GP die Öl- und Benzin-Systeme aller Autos, um sicherzustellen, dass kein Öl in den Brennraum gebracht werden kann. "Wir werden auch den Ölverbrauch während der Sessions im Auge behalten", versprach Rennleiter Charlie Whiting.

Wir werden auch den Ölverbrauch während der Sessions im Auge behalten.
Charlie Whiting

Bei 58 von 59 Rennen der Hybrid-Ära stand ein Bolide mit Mercedes-Motor auf Pole Position. Mercedes kann im Qualifying deutlich mehr Leistung abrufen als die Konkurrenz, vor allem Renault hatte damit in der Vergangenheit Probleme. Toto Wolff wies die Vorwürfe, Extra-Leistung durch die Verbrennung von Öl erreicht zu haben, gegenüber italienischen Medien jedoch entschieden zurück.

Während die FIA bei den Motoren noch prüfen muss, scheint der Aufhängungs-Streit nun mehr oder weniger beigelegt zu sein. Die FIA zeigte sich mit den Inspektionen, die bei den Testfahrten durchgeführt wurden, zufrieden.

Charlie Whiting kommt der Bitte von Red Bull und Renault nach - Foto: Sutton

Dabei hat der Regelhüter über den Winter die Sichtweise etwas verändert: Die Beweislast wurde umgedreht. Die Teams müssen nun nachweisen, dass ihre Aufhängung legal ist. Nicht mehr alles, was 2016 legal war, ist auch in diesem Jahr noch erlaubt.

Die Teams nutzten hydraulische Systeme, um die Fahrzeuge in die aerodynamisch perfekte Position zu bringen - was eigentlich verboten ist. Die Aufhängung darf einzig und allein dafür da sein, wofür sie eigentlich gedacht ist. "Es gibt keinen Grund dafür, Energie zu speichern oder asymmetrische Aufhängungen zu bauen", kritisiert Whiting.


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