Formel 1 - Statistik-Check: Zahlen und Fakten zur Saison 2016

Mercedes zum Dritten

Fakten, Fakten, Fakten. Motorsport-Magazin.com präsentiert den Statistik-Check zur Formel-1-Saison 2016.
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Motorsport-Magazin.com - Mercedes hat auch die dritte Saison der Hybrid-Ära in der Formel 1 in rekordverdächtiger Manier im Griff gehabt. Zum dritten Mal in Folge ging sowohl die Fahrer- als auch die Konstrukteursweltmeisterschaft an die Silberpfeile. Motorsport-Magazin.com wirft einen Blick auf die nackten Zahlen und Statistiken des Jahres 2016. Konnten Nico Rosberg und Lewis Hamilton gegenüber dem Vorjahr sogar nochmal einen drauflegen? Und wem gelang es, den Dominatoren die Stirn zu bieten?

Fahrer

Punkte: Nico Rosberg sammelte auf dem Weg zu seinem ersten WM-Titel 385 Punkte. Fünf Zähler mehr als Lewis Hamilton reichten ihm, um den Engländer vom Thron zu stoßen. Damit fuhr Rosberg 73,33 % der maximal möglichen Punkteausbeute ein. Insgesamt waren es 20 Piloten, die sich im Jahr 2016 über WM-Zähler freuen durften. Das sind zwei mehr als im Jahr 2015. Bemerkenswert war vor allem Stoffel Vandoorne, der bei seinem einmaligen Auftritt als Ersatzfahrer für McLaren sofort erfolgreich war.

Rosberg gewann den Titel, Hamilton die meisten Rennen - Foto: Sutton

Siege: Lewis Hamilton wiederholte seine Leistung aus dem Vorjahr und konnte erneut zehn Siege feiern. In der ewigen Bestenliste rangiert er nun mit 53 Erfolgen auf Platz zwei hinter Michael Schumacher. Weltmeister Nico Rosberg steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr von sechs auf neun Triumphe, womit er seine Gesamtbilanz auf 23 Siege hochschrauben konnte. Lediglich zwei Grands Prix konnten die Silberpfeile nicht für sich entscheiden: Die Siege in Spanien und Malaysia durfte sich Red Bull dank Max Verstappen und Daniel Ricciardo auf die Fahne schreiben.

Podien: Mit 17 Besuchen auf dem Treppchen gehört auch diese Statistik dem entthronten Weltmeister. Hamilton hat damit allerdings nur einen Podestplatz mehr auf dem Konto als Rosberg. Dem Mercedes-Duo folgt Ricciardo mit acht Fahrten unter die ersten Drei. Verstappen und Vettel schafften jeweils sieben Mal den Sprung auf das Podest. Dahinter folgen Räikkönen mit vier, Perez mit zwei und Bottas sowie Kvyat jeweils einer Fahrt aufs Stockerl.

Pole Positions: Mit zwölf Pole Positions konnte Hamilton eine mehr erringen als 2015, und sichert sich auch in dieser Wertung den Highscore. Am nächsten kam ihm auch hier Rosberg, der sich acht Mal für den ersten Startplatz qualifizierte. Nur ein einziges Mal gelang es einem Nicht-Mercedes, sich die Pole Position zu sichern: Ricciardo war es, der den Silberpfeilen im Leitplankenkanal von Monaco die Show stahl.

Erste Startreihe: Wer, wenn nicht Mercedes, sollte auch in dieser Statistik der Chef im Ring sein? 20 Mal ging Rosberg aus der ersten Reihe ins Rennen, 15 Mal gelang es Hamilton. Erster Verfolger ist auch hier Ricciardo: Der Australier startete immerhin vier Mal aus Reihe eins. Bottas, Hülkenberg und Verstappen schafften es jeweils ein Mal.

Sebastian Vettel blieb trotz Führungskilometer sieglos - Foto: Sutton

Schnellste Rennrunden: Bei den schnellsten Rennrunden sprechen die Zahlen keine so deutliche Sprache für das Mercedes-Duo. Rosberg fuhr am Sonntag sechs Mal am schnellsten und hält damit den Bestwert in der Saison 2016. Ihm folgt allerdings nicht Hamilton, sondern Ricciardo, der auf vier schnellste Runden kommt. Hamilton hingegen gelang es nur drei Mal, genau wie Vettel. Dahinter durften sich Hülkenberg, Kvyat, Räikkönen, Alonso und Verstappen jeweils über einen Bestwert am Renntag freuen.

Gefahrene Kilometer: In Sachen Zuverlässigkeit war Daniel Ricciardo 2016 der Mann für alle Fälle. Der Australier spulte mit 6.391 Kilometern sage und schreibe 99,91 % der in dieser Saison zu fahrenden Distanz ab. Ihm folgt mit 6.358 Kilometern Sergio Perez, der bereits 2015 den zweiten Platz in dieser Statistik erreichte. Rosberg kommt aufgrund der Kollision mit Hamilton in der ersten Runde des Spanien-GP nur auf 6.090 Kilometer. Hamilton wiederum musste in Malaysia zusätzlich einen defektbedingten Ausfall hinnehmen, weshalb er nur auf 6.001 Kilometer kommt. Von den Fahrern, welche die gesamte Saison bestritten, kam Daniil Kvyat mit 4.949 Kilometern am schlechtesten weg. Das absolute Schlusslicht ist McLaren-Ersatzpilot Vandoorne, dem bei seinem einmaligen Einsatz in Bahrain aber immerhin eine komplette Renndistanz von 303 Kilometern vergönnt war.

Führungskilometer: Nur sechs Piloten gelang es 2016, einen Grand Prix anzuführen. Weltmeister Rosberg hält hier mit 2.737 Kilometern den Bestwert. Ihm dicht auf den Fersen ist Hamilton mit 2.653 Kilometern. Auf Platz drei folgt mit Sebastian Vettel eine kleine Überraschung. Trotz einer sieglosen Saison kommt der Ferrari-Pilot auf 442 Kilometer an der Spitze des Feldes. Ihm folgt mit 330 respektive 200 Kilometern das Red-Bull-Duo Ricciardo und Verstappen. Kimi Räikkönen drängt sich mit 35 Kilometern als letzter Fahrer in die Statistik.

Ausfälle: In seiner letzten Formel-1-Saison bleibt Jenson Button der unrühmliche Höchstwerte in Sachen nicht beendeter Grands Prix. Sechs Mal kam der McLaren-Pilot im Jahr 2016 nicht ins Ziel. Hinter ihm folgen mit fünf Ausfällen gleich eine ganze Reihe Fahrer: Kvyat, Palmer, Wehrlein, Gutierrez und Ericsson waren nicht viel besser dran, als der britische Routinier. Als einzige Fahrer ohne Ausfall kamen Ricciardo und Perez durch die Saison.

Daniil Kvyat sammelte die meisten Strafpunkte - Foto: Sutton

Strafpunkte: Mit acht Strafpunkten war Daniil Kvyat 2016 der Bad Boy der Formel 1. Der Russe hatte zweifelsohne ein hartes Jahr. Vor allem in China und in Russland sorgte er mit Startkollisionen für Aufsehen, woraufhin für ihn die wohl schlimmste Strafe folgte: Die Degradierung von Red Bull zu Toro Rosso. Kvyat muss 2017 nun besonders aufpassen, denn die in diesem Jahr gesammelten Punkte bleiben zwölf Monate auf der Superlizenz, bevor sie gelöscht werden - und ab zwölf Strafpunkten winkt eine Rennsperre. Kvyat folgt ein weiterer Pilot, der 2016 oft im Kreuzfeuer der Kritik stand: Esteban Gutierrez.

Der Mexikaner in Diensten von Haas wurde häufig für sein widerwilliges Verhalten beim Überrunden kritisiert und kommt unter dem Strich auf sieben Punkte in der Sünderkartei. Weltmeister Rosberg folgt in dieser Statistik mit sechs Punkten sogar auf Rang drei, ist allerdings in guter Gesellschaft von Sebastian Vettel, der die gleiche Anzahl an Strafpunkten hat. Verstappen, der im Vorjahr mit acht Punkten noch an der Spitze lag, bildet 2016 mit einem Punkt das Schlusslicht. Eine komplett weiße Weste behielten die Herren Hamilton, Ricciardo, Alonso, Button, Grosjean, und Vandoorne.

Eingesetzte Piloten: Die Fahrerwechsel während der Saison hielten sich in Grenzen. In Bahrain musste McLaren eher unfreiwillig Fernando Alonso gegen Stoffel Vandoorne tauschen, da der Spanier nach seinem Unfall beim Saisonauftakt in Melbourne keine Startfreigabe erhielt. Einen geplanten Tausch gab es lediglich bei Manor. Der Indonesier Rio Haryanto musste nach der Sommerpause das Cockpit räumen, da ihm die finanziellen Mittel ausgegangen waren. Ab dem Belgien-GP saß Mercedes-Junior Esteban Ocon im Auto.

Red Bull: Die Saison 2016: (01:28 Min.)

Teams

Punkte: Mercedes konnte schon vier Rennen vor dem Finale in Japan den erneuten Gewinn der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft feiern. Mit 765 Punkten holten die Silberpfeile noch einmal 62 Zähler mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig bedeutet das 84,71 % der maximal möglichen Punktzahl. Auf Platz zwei landete Red Bull mit 468 Punkten, nachdem das Team 2015 nicht über Rang vier hinausgekommen war. Ferrari musste sich mit 398 Punkten hinter der Konkurrenz aus Österreich anstellen. Eine der größten Überraschung war die Mannschaft von Force India, die mit 173 Punkten und der vierten Position das bisher beste Resultat der Team-Geschichte feiern durfte - ganz zum Leidwesen von Williams, die vom dritten auf den fünften Platz abrutschten und 2016 gerade einmal 138 Zähler sammelten. Am Ende des Feldes landete Manor mit einem einzigen WM-Punkt.

Siege: Auch 2016 gab es neben Mercedes nur ein Team, das sich über Grand-Prix-Siege freuen durfte. Anders als im Vorjahr war es aber nicht Ferrari, sondern Red Bull. Während Hamilton und Rosberg für ihren Arbeitgeber 19 Siege einfahren konnten, schafften Verstappen und Ricciardo für Red Bull jeweils einen. Ferrari ging wie 2014 zum zweiten Mal in drei Jahren leer aus.

Podien: 33 Podestplatzierungen konnte Mercedes 2016 feiern - das ist einer mehr als 2015. Nach nur drei Podiumsbesuchen im Vorjahr, konnte Red Bull sich auf 16 steigern und reiht sich damit hinter Mercedes ein. Ferrari kommt auf elf Top-3-Ergebnisse, Force India auf zwei und Williams auf lediglich eins.

Sergio Perez fuhr zwei Mal aufs Podium - Foto: Sutton

Pole Positions: Wie 2015 gab es nur ein Rennwochenende, an dem kein Silberpfeil auf der Pole Position stand. In Monaco war es Daniel Ricciardo, der Hamilton und Rosberg in die Schranken wies. Mit 20 Pole Position stellte das Silberpfeil-Duo aber trotzdem einen Rekord für die meisten Pole Positions eines Rennstalls in einer Saison auf.

Erste Startreihe: 42 Chancen gab es für die Fahrer im Jahr 2016, aus der ersten Reihe ins Rennen zu gehen - und 35 davon nutzten die Mercedes-Piloten. Red Bull leistete einem der Silberpfeile in der vergangenen Saison fünf Mal Gesellschaft in Startreihe eins. Force India und Williams schafften es jeweils ein Mal. Eine ernüchternde Statistik für Ferrari, die sich kein einziges Mal für die erste Startreihe qualifizieren konnten.

Schnellste Rennrunden: Im Vergleich zum Vorjahr hinkt Mercedes mit neun schnellsten Rennrunden hinterher, denn dort waren es noch 13. Der Status als Klassenprimus ist dadurch allerdings nicht in Gefahr, denn Red Bull kommt auf der zweiten Position lediglich auf fünf schnellste Rennrunden. Ferrari war in dieser Statistik mit vier schnellsten Runden am Sonntag immerhin in Schlagdistanz zu den Blullen. Force India, Toro Rosso und McLaren durften sich über jeweils eine schnellste Rennrunde freuen.

Gefahrene Kilometer: Red Bull spulte mit 12.173 Kilometern tatsächlich die größte Distanz in der Saison 2016 ab. Mercedes fehlen allerdings nur 82 Kilometer auf die Österreicher. Wieder zuverlässig, aber nicht so schnell wie 2015, war Williams mit 11.880 Kilometern. Enttäuschend präsentiert sich auch in dieser Statistik Ferrari, die mit 10.929 Kilometern lediglich auf Position sieben abschneiden. Das Schlusslicht bildet mit Renault ein weiterer Werksrennstall. Mit 10.363 Kilometern liegen die Franzosen sogar noch hinter Newcomer Haas.

Führungskilometer: Red Bull hat vielleicht die meisten Kilometer abgespult, doch an der Spitze des Feldes ließ Mercedes keinen Raum für Zweifel. Mit 5.390 Kilometern erzielten Hamilton und Rosberg unangefochten den Bestwert in der Saison 2016. Red Bull kam auf lediglich 531 Kilometer, gefolgt von Ferrari mit 477 Kilometern. Abgesehen von diesen drei Teams kam jedoch niemand in den Genuss von Führungsrunden.

Ricciardo kam bei allen 21 Rennen ins Ziel - Foto: Sutton

Ausfälle: Mit zehn verpassten Zielankünften ist Toro Rosso der Spitzenreiter in dieser ungewollten Statistik. Dahinter teilen sich aber gleich mehrere Rennställe die zweite Position: McLaren, Renault und Sauber sahen jeweils neun Mal nicht die Zielflagge. Die Musterschüler in Sachen Zuverlässigkeit waren Red Bull: Nur zwei Mal schafften die Mercedes-Verfolger eine komplette Renndistanz nicht.

Motorenhersteller

Punkte: 1.077 Punkte konnten Mercedes, Force India, Williams und Manor für die Motorenschmiede aus Deutschland einfahren. Hinter Mercedes landete Ferrari. Die von Aggregaten aus Maranello befeuerten Boliden von Ferrari, Toro Rosso, Haas und Sauber kamen zusammen auf 492 Punkte. Im Heck der Red Bulls sammelten die auf den Namen TAG Heuer getauften Renault-Power-Units insgesamt 468 Punkte. Honda konnte im Heck der McLaren-Boliden ordentlich zulegen und steigerte sich zum Vorjahr von 27 auf 76 Punkte. Renault landete mit nur acht Punkten abgeschlagen auf dem letzten Rang.

Siege: 19 Siege konnte das Mercedes-Werksteam für sich verbuchen. Renault durfte sich im Heck der Red-Bull-Boliden, wenn auch als TAG-Heuer gebrandet, immerhin zwei Siege auf die Fahne schreiben.

Podien: Die Mercedes-Power-Units durften sich 2016 insgesamt 36 Pokale anschreiben lassen. TAG-Heuer erreichte 16 Podestplätze, Ferrari kommt auf elf.

Pole Positions: Mercedes sicherte sich mit dem Werksteam 20 der 21 möglichen Pole Positions. Während vergangenes Jahr Ferrari als einziges anderes Team mit Vettel in Singapur den ersten Startplatz erobern konnte, war es 2016 Red-Bull-Pilot Ricciardo in Monaco.

Erste Startreihe: Ganze 37 Mal schaffte es eine Mercedes-Power-Unit aus der Schmiede in Brixworth in die erste Startreihe. Neben 35 ersten Startreihen für das Werksteam, schafften es auch Hülkenberg und Bottas in den Kunden-Autos von Force India beziehungsweise Williams je ein Mal in Startreihe eins. Ansonsten schaffte es nur TAG-Heuer fünf Mal, sich in die beste oder zweitbeste Ausgangslage für einen Grand Prix zu bringen.

Schnellste Rennrunden: Bei den schnellsten Runden kommt Mercedes auf insgesamt zehn. Neun gehen auf das Konto von Rosberg und Hamilton, eine fuhr Hülkenberg in China ein. Tag-Heuer und Ferrari teilen sich Platz zwei mit jeweils fünf schnellsten Runden. Honda ist in der Statistik 2016 wieder dabei, da sich Fernando Alonso in Monza die beste Rundenzeit am Sonntag sichern konnte.

Gefahrene Kilometer: Mercedes kommt in Sachen Laufleistung auf unglaubliche 46.299 Kilometer. Zwar hatte die Saison 2016 auch zwei Rennen mehr als 2015, doch damals lag der Bestwert, der ebenfalls von den Power Units aus Brixworth aufgestellt wurde, bei lediglich 39.765 Kilometern. Ferrari kommt trotz der vielen Ausfälle der Werkspiloten immerhin auf 43.619 Kilometer. Tag-Heuer und Renault erzielten zusammen eine Laufleistung von 22.536 Kilometern. Honda bildet, nicht nur wegen durchwachsener Zuverlässigkeit, sondern auch, weil sie ausschließlich McLaren mit Motoren versorgen, mit 10.369 Kilometern das Schlusslicht.

Führungskilometer: Auch die Statistik der Führungskilometer beschränkt sich auf lediglich drei Protagonisten. Mercedes gibt mit 5.390 Kilometern klar den Ton an, gefolgt von Tag Heuer mit 531 und Ferrari mit 477 Kilometern.

Ferrari hatte große Zuverlässigkeitsprobleme - Foto: Sutton

Ausfälle: Sowohl Mercedes als auch Ferrari statteten 2016 jeweils vier Rennställe mit Motoren aus. Die mit Abstand meisten Ausfälle haben die Teams mit Ferrari-Power-Units zu beklagen. Allein die Werksfahrer Vettel und Räikkönen sahen sieben Mal nicht die Zielflagge. Mercedes-befeuerte Boliden schafften 20 Mal nicht die komplette Renndistanz.

Sonstiges

Boxenstopps: Die Williams-Crew gab 2016 in der Boxengasse klar den Ton an. Bei 14 von 21 Rennen legten sie beim Reifenwechsel am Rennsonntag jeweils die schnellste Zeit hin. Der schnellste Boxenstopp des Jahres geht ebenfalls auf das Konto des britischen Traditionsrennstalls. Mit 1,92 Sekunden egalisierten sie in Baku den beim US Grand Prix 2013 von Red Bull aufgestellten Rekord. Mercedes und Red Bull legten jeweils drei Mal den schnellsten Reifenwechsel hin, Renault gelang es ein Mal. Insgesamt wurden in der vergangenen Saison 906 Boxenstopps durchgeführt. Die durchschnittliche Standzeit lag bei 2,15 Sekunden.

Überholmanöver: In Sachen Positionswechsel war die Saison 2016 regelrecht rekordverdächtig. Unter dem Strich wurde atemberaubende 1.030 Mal überholt - das sind 57,47 % mehr als im Vorjahr und nur 122 Manöver weniger als der 2011 aufgestellte Rekord. In China stellten die Piloten mit 161 dafür eine neue Bestmarke für Positionswechsel während eines Grand Prix auf. Im Durchschnitt gab es 2016 somit 49,05 Überholmanöver pro Rennen. Insgesamt 939 Manöver wurden unter trockenen Bedingungen abgeliefert. Bei den drei Regenrennen in Monaco, Silverstone und Interlagos gab es nur 91 Positionswechsel. Den FIA-Preis für das Manöver des Jahres erhielt zum zweiten Mal in Folge Max Verstappen. Sein Überholmanöver gegen Nico Rosberg in Kurve 3 beim vorletzten Saisonrennen in Brasilien erhielt die meisten Stimmen.

Max Verstappen lieferte auch 2016 das Überholmanöver des Jahres

Strecken: Die Formel-1-Saison 2016 war mit 21 Rennen die bisher längste in der Geschichte des Sports. Zwischen dem Saisonauftakt am 20. März in Melbourne und dem Finale am 27. November in Abu Dhabi lagen insgesamt 252 Tage. Das 22-köpfige Starterfeld spulte in diesem Zeitraum an den Rennwochenenden zusammen 321.641 Kilometer oder umgerechnet 63.473 Runden ab. Auf den Sonntag entfielen davon 123.534 Kilometer beziehungsweise 24.513 Runden.


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