Formel 1

1. Training: Ferrari jagt Lewis Hamilton

Bestzeit für Lewis Hamilton, aber Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen waren dem Silberpfeil-Champion im 1. Training in Mexiko auf den Fersen.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Der WM-Endspurt läuft: Das drittletzte Rennwochenende der Saison hat begonnen - und der Jäger legte im 1. Freien Training in Mexiko vor. Lewis Hamilton setzte sich knapp vor den beiden Ferrari-Piloten an die Spitze der Zeitenliste. Sein WM-Rivale Nico Rosberg ließ es hingegen langsamer angehen.

Die Platzierungen: In 1:20.914 Minuten erzielte Hamilton die schnellste Zeit der ersten 90 Minuten des Wochenendes. Sebastian Vettel kam bis auf 0,079 Sekunden an die Bestzeit des Briten heran. Kimi Räikkönen belegte im zweiten Ferrari mit 0,158 Sekunden Rückstand Platz drei. Die Alarmglocken läuten deshalb aber noch nicht bei Mercedes: Beide Fahrer setzten ihre jeweils schnellste Runde auf dem Medium-Reifen.

Lokalmatador Sergio Perez war knapp drei Zehntel langsamer als Hamilton und belegte Platz vier - vor seinem Force-India-Teamkollegen Nico Hülkenberg und Valtteri Bottas. Erst auf Platz sieben reihte sich WM-Spitzenreiter Rosberg mit acht Zehnteln Rückstand auf seinem Silberpfeil-Kollegen ein. Die Top-10 rundeten Daniel Ricciardo, Felipe Massa und Daniil Kvyat ab.

Die Zwischenfälle: Nach einer guten halben Stunde gab es die erste Unterbrechung: Felipe Nasr beschädigte den Frontflügel seines Sauber beim Aufsitzen auf den Kerbs. Kurz darauf flog die rechte Seite seines Flügels weg und er musste an die Box zurückkehren, um das Auto reparieren zu lassen. Durch die Reparaturarbeiten verlor der Brasilianer einen Großteil der Trainingssitzung. Er kam am Ende nur auf elf Runden.

Den ersten Dreher des Wochenendes legte derweil Daniil Kvyat im Toro Rosso in Kurve eins hin. Jolyon Palmer kam unterdessen in Kurve zwölf von der Strecke ab, blieb aber im Gegensatz zu Nasr neben den Kerbs und konnte ohne Beschädigung weiterfahren.

Das Wetter: Nix da Sonne in Mexiko! Zwölf Grad Luft- und 20 Grad Asphalttemperatur begrüßten die Teams zum Beginn des 1. Freien Trainings. Die niedrigen Temperaturen dürften also Einfluss auf das Setup und das Funktionsfenster der Reifen nehmen. Dafür mussten die Fahrer die Strecke erst einmal vom Staub frei fahren. Die Streckenentwicklung dürfte deshalb im Verlauf des Wochenendes hoch ausfallen und zu stark sinkenden Rundenzeiten führen.

Die Technik: Trotz der kühlen Temperaturen ging es bei Red Bull heiß her: Die rechte Hinterradbremse an Max Verstappens Auto kokelte einige Kabel an. Der Niederländer kam schon mit rauchenden Bremsen zurück an die Box, die von den Mechanikern gelöscht werden mussten. Der Zwischenfall kostete den Jungstar wertvolle Trainingsminuten. Mehr als zehn Runden waren für ihn nicht drin.


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