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Formel 1

Bottas und Alonso geschlagen - Strategie verhilft Button zu Schadensbegrenzung

Punkte wurden es nicht für Jenson Button in Silverstone. Dennoch konnte er gerade zu Rennbeginn Akzente setzen. Größeres verhinderte bereits das Qualifying.
von Chris Lugert

Große Hoffnungen auf ein starkes Ergebnis machte sich Jenson Button bereits nach dem Qualifying nicht mehr. Am Samstag nahm sein Heckflügel Schaden, die Folge war das Aus in Q1 und nur Startplatz 17. Zwar blickte er noch mit kleiner Hoffnung auf ein mögliches Resultat in den Punkten, diese erfüllte sich mit Rang zwölf beim Großbritannien GP schlussendlich aber nicht.

Die ersten paar Runden waren ziemlich aufregend, als das Safety Car endlich reinkam.
Jenson Button

Dabei begann das Rennen für Button nicht schlecht, als das Safety Car nach fünf Runden an die Box kam. "Die ersten paar Runden waren ziemlich aufregend, als das Safety Car endlich reinkam. Weil es so spät wieder in die Box abbog, hat jeder gleich seinen Boxenstopp absolviert. Ich hatte mich entschieden, noch eine Runde zu warten. Das war auch gut, ich konnte, glaube ich, drei Autos überholen", berichtet er von der Anfangsphase des Rennens.

In der Folge stockte dann aber die Aufholjagd des 36-Jährigen. "Ich war dann hinter Bottas und hatte keine Chance, ihn auf der Geraden zu überholen." Dank der Strategie löste sich dieses Problem dann aber in Luft auf. "Er kam genau dann in die Box, als ich auf Trockenreifen wechseln wollte. Ich bin dann noch eine Runde auf den Intermediates gefahren und konnte ihn dadurch überholen", erklärt er.

Button schlägt Alonso nach Dreher des Spaniers

Weiter nach vorne ging es dann aber aus eigener Kraft nicht mehr. Immerhin konnte Button noch eine Position gut machen, als sein Teamkollege Fernando Alonso in Kurve 1 von der Strecke rutschte und einige Plätze verlor. Der Spanier lag zu diesem Zeitpunkt in den Punkten. Eine Region, die für McLaren durchaus möglich gewesen wäre. Für Button war der Käse aber bereits vor dem Rennstart gegessen. "Wir müssen in den Top 10 starten", weiß der Brite um die Grundvoraussetzung, unter der das Team Punkte holen kann.

Wir haben nicht die Pace, um viele Plätze gut zu machen.
Jenson Button

"Wir haben nicht die Pace, um viele Plätze gut zu machen. Man muss also alles aus dem Auto herausholen und in den Top 10 starten", wiederholt er. Nun geht es nach Ungarn, wo McLaren im vergangenen Jahr mit den Plätzen fünf und neun glänzen konnte. Auf kaum einer anderen Strecke ist der Grip eines Autos im Verhältnis zur Motorleistung entscheidender. Daher ist Button zuversichtlich. "Ich hoffe, in Ungarn wird es besser und wir können um Punkte kämpfen."


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