Formel 1

Renningenieur nimmt Scheiders Rolle ein - #SchiebIhnRaus: Wehrlein wieder im Kiesbett

Pascal Wehrlein kommt an den Ort des großen DTM-Skandals zurück: Der Manor-Pilot macht sich über die #SchiebIhnRaus-Affäre lustig.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Auch wenn es sportlich in der Formel 1 mit Manor noch nicht so richtig klappen mag und man meinen könnte, Pascal Wehrleins Laune wäre nicht die Beste, lässt sich der amtierende DTM-Champion vor dem Österreich GP nichts anmerken. Ganz im Gegenteil: An den Red Bull Ring hat Wehrlein eigentlich schlechte Erinnerungen, die aber sorgten am Donnerstag für viel Gelächter.

Beim Trackwalk hatte Wehrlein mit seinem Renningenieur Edward Regan offenbar reichlich Spaß. Der Manor-Pilot postete eine Fotocollage, auf dem ersten Bild schiebt ihn Regan zunächst an, auf dem zweiten Bild sitzt Wehrlein lachend im Kiesbett.

Genau an dieser Stelle war es im vergangenen Jahr zum großen Skandal in der DTM gekommen: Timo Scheider verbremste sich bei der Anfahrt auf Kurve drei, schob dabei Mercedes-Pilot Robert Wickens an, der wiederum Pascal Wehrlein ins Kiesbett schob. Unmittelbar vor der Kollision sagte Audi Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich 'Schieb ihn raus' zu Scheider.

Mitten im Meisterschaftskampf befindend, fand Wehrlein die Aktion von Audi wenig lustig. "Karma kommt zurück", schrieb er anschließend auf Facebook. Später in der Saison kam es noch einmal zum Facebook-Streit zwischen Wehrlein und Scheider, als der Audi-Pilot sich mit einem Foto über Wehrlein lustig machte. Wehrlein reagierte damals mit einem Screenshot der Meisterschaftstabelle darauf.

Ein Jahr später, als amtierender DTM-Champion und am Ziel seiner Träume, der Formel 1, angekommen, kann Wehrlein die Affäre mit Humor nehmen. "Man darf ja wohl noch ein bisschen Spaß haben", sagt er zum Posting.

Dieses Manöver ließ einst die Wogen hochgehen - Foto: Screenshot/sportschau.de

Einen deutlicheren Seitenhieb Richtung Audi spart er sich nach dem Norisring-Wochenende der DTM lieber. "Dann müsste ich noch Geld bezahlen", scherzte Wehrlein. Audi-Pilot Mattias Ekström räumte vergangene Woche Robert Wickens und Christian Vietoris ab, woraufhin Vietoris Ektröm als 'größtes Arschloch' bezeichnete. Vietoris musste für diese Aussage 3000 Euro Strafe zahlen.

Schwieriges Österreich-Wochenende für Wehrlein und Manor

Sportlich wird es für Wehrlein am Wochenende wohl eher weniger spaßig zugehen. Den Europa GP in Baku musste er wegen eines Bremsdefekts aufgeben. Der Versuch, die Bremstemperatur höher zu halten und damit erst Felge und dann Reifen aufzuheizen, war gescheitert. Die Bremsen wurden zu heiß, der Verschleiß dadurch zu hoch. Die hohen Temperaturen und ständige dirty Air verschlimmerten die Situation.

Für Österreich haben die Ingenieure die Bremsbelüftung entsprechend größer ausgelegt. Damit wird es allerdings schwieriger, die Reifen auf Temperatur zu bekommen. Nachdem schon in Baku Rennpace gefehlt hat, wird es in Österreich wohl noch schwieriger. "Baku war auf dem Papier eigentlich unser bestes Rennen", sagt Wehrlein. Updates gibt es für Österreich nicht, die letzten neuen Teile für diese Saison kommen in Silverstone. Allerdings handelt es sich dabei nur um kleinere Veränderungen an der Vorderachse, wodurch die Kinematik verbessert werden soll.


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