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Formel 1

Button trotz Motorwechsel in den Top-10 - McLaren: Motor-Upgrade am Freitag nicht spürbar

McLaren Honda zeigte sich am Freitag auf der Power-Strecke in Montreal in guter Verfassung. In der zweiten Session gehörte Button zu den Mercedes-Verfolgern.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Power-Strecken wie der Circuit Gilles-Villeneuve versetzten McLaren in der Vergangenheit in Angst und Schrecken. Auch deshalb brachte Honda pünktlich zum Grand Prix von Kanada ein Update des Turboladers. Am Freitag schlugen sich Fernando Alonso und Jenson Button recht ordentlich. Und das, obwohl Button mit einigen Problemen zu kämpfen hatte.

Im 1. Freien Training fanden sich Alonso und Button auf den Rängen zehn und zwölf wieder. Während Alonso ohne Probleme durch die erste Sitzung kam, rauchte bei Button in den Schlussminuten das Honda-Aggregat.

Buttons Power Unit musste nach dem ersten Training gewechselt werden - Foto: Sutton

Button mit alter Power Unit unterwegs

Wir haben zwischen FP1 und FP2 sogar den Motor wechseln müssen.
Jenson Button

"Wir hatten einige Probleme diesen Morgen. Wir haben zwischen FP1 und FP2 sogar den Motor wechseln müssen, aber das haben die Jungs super hinbekommen", so Button. Tatsächlich baute die Crew Buttons Fahrzeug auf die Power Unit zurück, mit der er zuletzt im Rennen unterwegs war. "Im 2. Freien Training ging es daher eigentlich nur ums Fahren", fügte er an.

Ein wenig verwunderlich schien es daher, dass Button mit dem alten Aggregat aus den letzten drei Rennen trotzdem so gut bei der Musik war und in der Session am Nachmittag mit Platz sieben sogar Kimi Räikkönen im Ferrari hinter sich lassen konnte.

Für Button selbst war das allerdings keine große Überraschung: "Wir haben auch nur ein Upgrade für den Turbolader und das zielt nicht auf die Spitzenleistung ab, sondern auf die Effizienz. Es wird uns also nur im Rennen etwas bringen. "

Dünne Luft im Mittelfeld

Wäre ich ein halbes Zehntel schneller gefahren, wäre ich Vierter gewesen.
Jenson Button

Im 2. Freien Training fuhr Button zudem die gleiche Rundenzeit wie Valtteri Bottas vor ihm. "Wäre ich ein halbes Zehntel schneller gefahren, wäre ich Vierter gewesen. Wäre ich zwei Zehntel langsamer gefahren, wäre ich Elfter oder Zwölfter. Es geht also wirklich darum, alles herauszuholen", so Button angesichts der geringen Abstände.

Aus diesem Grund will sich der Engländer auch nicht zu unrealistischen Zielsetzungen hinreißen lassen. "Die Top-5 sind definitiv nicht drin. Aber das Q3 sollten wir uns zum Ziel setzen. Wir sollten versuchen, unser bisher bestes Qualifying in dieser Saison zu fahren. Ich denke, das hier zu schaffen, wäre großartig", so Button weiter.

Am Samstag soll es für McLaren mit beiden Autos ins Q3 gehen - Foto: Sutton

Probleme für Samstag gelöst

Wir müssen heute Abend nur entscheiden, mit welchem Motor wir am Samstag fahren.
Jenson Button

Die technischen Schwierigkeiten vom Freitag sollten der Mannschaft aus Woking bei der Verfolgung dieses Ziels jedenfalls nicht im Wege stehen. "Wir müssen heute Abend nur entscheiden, mit welchem Motor wir am Samstag fahren. Ob es der Neue wird, den wir heute eingebaut hatten, oder ob es der wird, den wir in den letzten drei Rennen eingesetzt haben. Aber ich denke, es wird so oder so in Ordnung sein", sagte Button.


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