Formel 1

Von Williams-Raketen und Bullen-Power - Abu Dhabi GP: Die Topspeeds

Im Rennen landeten Mercedes und Ferrari in Abu Dhabi wie gehabt an der Spitze. Doch bei den Topspeeds wartete die ein oder andere Überraschung auf.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Der Grand Prix in Abu Dhabi endete so, wie gefühlte 99 Prozent aller anderen Rennen der Formel-1-Saison 2015: Mit zwei Mercedes vor zwei Ferraris im Ziel. Bärenstark unterwegs waren in den Vereinigten Arabischen Emiraten auch die Mercedes-befeuerten Force India unterwegs. Sergio Perez und Nico Hülkenberg kamen auf den Plätzen fünf und sieben ins Ziel. Mit Felipe Massa und Romain Grosjean holten zwei weitere Mercedes-Kundenfahrer Punkte. Kein Wunder, verfügt der Yas Marina Circuit doch über zwei lange Geraden. Umso überraschender kommt der Blick auf die Topspeed-Liste.

Zwar noch nicht an der Spitze, denn dort befinden sich wie gehabt die beiden Williams von Felipe Massa und Valtteri Bottas. Bedenklich ist hierbei der Abstand von Massa auf den Rest der Formel-1-Welt: Sage und schreibe 11,5 km/h, und das auf den eigenen Teamkollegen! Das nächstschnellste Auto mit Mercedes-Aggregat unter der Haube findet sich erst auf Platz sechs in Person von Romain Grosjean wieder. Dazwischen schoben sich ausgerechnet die jahrelang als Schnecken verschrienen Red Bulls und Felipe Nasr im Sauber-Ferrari.

Die beiden Werks-Mercedes landeten im Topspeed vergleich im Übrigen nicht in den Top-10! Lewis Hamilton befindet sich in diesem Ranking auf Platz zwölf, Nico Rosberg auf Rang 15. Auch Sebastian Vettel als Neunter und Kimi Räikkönen als 13. zeigen, dass man für ein erfolgreiches Rennen nicht unbedingt ein Topspeed-Wunder sein muss, auch wenn eine hohe Endgeschwindigkeit im Zweikampf natürlich immer hilfreich ist.

Enttäuschend war in Abu Dhabi wieder einmal die Performance von McLaren-Honda und Manor Marussia. Jenson Button wurde mit 313,1 km/h geblitzt, Fernando Alonso gar nur mit 306,7 km/h. Beiden fehlen damit 31 bzw. 37,4 km/h auf Massa! Noch schlechter waren nur noch Roberto Merhi und Will Stevens unterwegs, die sich aber auch mit Vorjahres-Motoren aus dem Hause Ferrari herumschlagen mussten in dieser Saison.


Weitere Inhalte:
Formel 1 Tickets
Wir suchen Mitarbeiter
Mitarbeiter Motorsport Designer Journalismus Programmierer Video