Neun Punkte fehlen McLaren, um in der Konstrukteursweltmeisterschaft auf den letzten Drücker noch an Sauber vorbeizuziehen und mit ein paar Millionen Euro Preisgeld extra in die Winterpause zu gehen. Nicht vollkommen unmöglich, aber für das von Pleiten, Pech und Pannen gebeutelten Team ambitioniert.

"Ich denke, es ist unwahrscheinlich. Sie haben neun Punkte Vorsprung. Wir haben dieses Jahr nur drei oder vier Mal Punkte geholt. In nur einem Rennen deren zehn zu sammeln, ist etwas schwierig" bestätigt Fernando Alonso. "Aber wir werden unser Bestes zu geben und versuchen, abzuliefern und ein gutes Wochenende zu haben."

Der Fokus liege allerdings längst auf der kommenden Saison - auch in Abu Dhabi. "Die Hälfte des Autos gehört bereits zu den Teilen und der Philosophie des nächsten Jahres", berichtet Alonso. In der Saison 2016 soll bei McLaren schließlich alles viel besser werden. "Deshalb denke ich nicht, dass wir uns Sorgen machen müssen, Sauber dieses Wochenende zu schlagen", sagt Alonso.

Alonso grübelt: Wo stehen wir nur 2016? -
Alonso grübelt: Wo stehen wir nur 2016? -Foto: Sutton

Alonso: McLaren-Performance 2016 ungewiss

Wo sich das Team 2016 genau einsortieren wird, vermag der Spanier noch nicht einzuschätzen. "Es ist ein Ratespiel, wo McLaren-Honda nächstes Jahr sein kann. Es gibt jede Menge Erwartungen im Team. Das Hauptziel ist, wieder dahin zurück zu kommen, wo wir hingehören. Das heißt, wettbewerbsfähig zu sein und um Top-Positionen zu kämpfen. Ich weiß nicht, ob das heißt, um Weltmeisterschaften oder Siege zu kämpfen oder nur, auf Podien zu stehen. Das ist in einem so komplexen Sport wie der Formel 1 schwierig zu wissen", sagt Alonso.

An Engagement werde der Plan jedenfalls nicht scheitern. "Wir haben die ganze Saison hart gearbeitet, sind in einigen schwierigen Momenten zusammen gestanden und haben uns immer nach vorne bewegt", lobt Alonso seinen Rennstall. "Jetzt gibt es auf jeden Fall ein paar große Herausforderungen im Winter, aber ich habe ja schon all die Dinge gesehen, die das Team in den letzten Monaten getan hat. Es scheint positiv. Ich bin zuversichtlich, dass es nächstes Jahr eine völlig andere Saison wird. Ich bin zufrieden mit dem Fortschritt."