Formel 1

Mercedes souverän mit Startreihe eins - Mexiko GP: Die Stimmen zum Samstag

In der Qualifikation war Mercedes eine Klasse für sich. Motorsport-Magazin.com präsentiert die Fahrer-Stimmen aus Mexico City.

Motorsport-Magazin.com - Nico Rosberg: Ich bin mit der ersten Hälfte des Wochenendes zufrieden und ich muss mich bei meinen Ingenieuren bedanken. Sie haben das Setup perfekt hinbekommen. Ich fühle mich großartig im Auto. Im Q3 fuhr ich eine ziemlich coole Runde, die ich im zweiten Run nicht verbessern konnte. Aber morgen kommt es drauf an und es wird ein toller Kampf um den Sieg zwischen den Top-5. Ganz besonders, da wir nicht viel Zeit hatten, um Long Runs zu üben. Sebastian und die beiden Red Bull sehen stark aus, aber ich bin zuversichtlich, dass unser Auto unter diesen Umständen bestmöglich vorbereitet ist. Auch möchte ich den Veranstaltern danken, die solch ein fantastisches Event organisiert haben. Die Stadien sind absolut phänomenal. Ich konnte das auf meiner Runde nach dem Q3 genießen und es war unglaublich. Ich freue mich sehr auf das Rennen.

Lewis Hamilton: Das war heute großartig da draußen. Es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht und die Zuschauer sind absolut fantastisch. Sie feuern uns pausenlos an. Das ist großartig. Der Grip auf der Strecke nahm zu, wodurch es mehr Spaß gemacht hat. Insgesamt war es ein ruhiges Qualifying, ohne viel Stress. Bei einigen Rennen macht die Pole einen echten Unterschied aus. Aber hier stört es mich nicht so sehr, Zweiter zu sein. Denn es ist ein sehr langer Weg bis zur ersten Kurve und ich habe vor, morgen gut zu starten. Die Strecke entwickelt sich weiter und verbessert sich Stück für Stück. Ich weiß nicht, ob es heute Abend regnen wird, aber wenn ja, dann wird die Strecke dadurch gesäubert und dann geht es morgen von vorne los - das wäre eine echte Herausforderung. Wir wissen nicht, welche Strategie die beste sein wird oder wie lange die Reifen halten werden. Aber all das finden wir morgen heraus! Ich freue mich auf einen guten Kampf, denn heute war es sehr eng.

Sebastian Vettel: Um ehrlich zu sein, hätte ich gedacht, dass wir näher an den Mercedes dran sein würden. Unglücklicherweise waren sie stärker. Sie haben zwei Runden am Stück gemacht, also haben sie nicht alle Energie auf eine Runde verbraucht. Sie werden daher im Rennen wohl sehr schnell sein. Wir werden unser Bestes geben, denn wir sind hier um zu kämpfen. Nico ist das erste Ziel, denn wir wollen die zweite Position in der Meisterschaft halten. Ich hoffe, dass unsere Rennpace so gut sein wird, wie sie gestern aussah. Natürlich wissen wir nicht, was die Konkurrenz machen wird, aber wenn wir bedenken, dass wir mit dem härteren Reifen unterwegs waren, schienen unsere Longruns schon sehr schnell aus. Ich denke die Reifenhaltbarkeit ist der Schlüssel für das Rennen, denn auf dem Papier sieht es zwar einfach aus, aber wir rutschen viel und wir haben viele gesehen, die Probleme hatten ihre Reifen am Leben zu erhalten.

Daniil Kvyat: Die Qualifikation war interessant. Es ging sauber durch Q1 und Q2, aber die Strecke ist neu und daher macht man leicht einen Fehler, der sehr viel kosten kann. Im Q3 hatte daher wohl niemand eine optimale Runde. Platz vier reflektiert daher unsere Geschwindigkeit. Vielleicht hätte ich noch ein paar Zehntel schneller sein können, aber wir wären eh nicht weiter vorne gestartet, da Platz drei weit weg war. Wir haben unser Bestes gegeben und haben gute Chancen für morgen. In einem neuen Rennen auf einer neuen Strecke kann viel passieren. Deshalb setzen wir uns keine hohen Erwartungen.

Verstappen ist mit Startplatz acht vollkommen zufrieden - Foto: Sutton

Daniel Ricciardo: Das Training sah sehr gut aus, doch in der Qualifikation war ich nicht zufrieden. Wir fanden nicht das richtige Gefühl für das Auto und die Abstimmung. Der Asphalt änderte sich und es gab mal Grip und mal nicht. Wir haben am Auto nicht viel geändert. Ich wusste, dass Ferrari und Wiliams versuchen würden, uns herauszufordern. Das Rennen wird bei den meisten eine Ein-Stopp-Strategie, da es eine neue Oberfläche ist, die nicht allzu aggressiv zu den Reifen ist. Es könnte regnen, was die Strecke über Nacht noch einmal ändert. Ich hoffe, dass es ein aufregendes Rennen wird.

Valtteri Bottas: Die Strecke hat sich über das Wochenende etwas verbessert und in der Qualifikation war es so eng wie erwartet. Es ist schade, dass Red Bull vor uns ist, aber wir haben den Vorteil der Höchstgeschwindigkeit, der uns beim überholen helfen wird. Das wird das Ziel sein.

Felipe Massa: Wir sind Platz sechs und sieben, daher können wir mit unserer Leistung nicht zufrieden sein. Ich habe meine schnellste Zeit im Q3 mit dem ersten Satz gelegt. Ich habe mit dem zweiten Satz alles versucht, aber ich konnte mich nicht verbessern. Es könnte ein sehr schwieriges Rennen werden und es kann viel passieren mit Unfällen, Autos neben der Strecke und Regen. Wir müssen abwarten was passiert.

Max Verstappen: Ich bin sehr froh mit Platz acht. Es war keine einfache Qualifikation, besonders, da ich das zweite Training gestern verpasst habe und im dritten Training Probleme hatten. Wir haben es dennoch ins Q3 geschafft und haben eine sehr gute Runde zusammengebracht, was nicht einfach war. Es ist schön, vor beiden Force Indias zu stehen. Das Rennen wird aufregend und es sieht nach Regen aus und das könnte uns entgegen kommen, da unser Auto im Nassen gut ist. Ich mag die Strecke und es ist etwas Besonderes, so viele Fans auf den Tribünen zu sehen. Hoffentlich können wir ihnen eine gute Show bieten.

Hülkenberg war mit der Balance nicht zufrieden - Foto: Sutton

Sergio Perez: Ich habe mich geehrt gefühlt, in meiner Heimat fahren zu dürfen und ich fühle ihre Unterstützung. Ich bin extrem motiviert, ihnen etwas zum feiern zu bieten. Ich denke wir haben heute gute Arbeit geleistet und wir sind in einer konkurrenzfähigen Position für das Rennen. Wir wollten das letzte Auto im Q3 sein, um das Beste aus den Streckenbedingungen zu machen, aber am Ende hat es keinen großen Unterschied gemacht. Ich denke Platz acht war drin. Für morgen sind die erwartungen hoch, aber es ist ein positiver Druck und ich muss einfach konzentriert bleiben. Das Auto funktioniert gut und wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.

Nico Hülkenberg: Ich denke wir haben das Mögliche aus der Session herausgeholt. Ich fühlte mich nicht 100 Prozent wohl im Auto, aber in den Bedingungen der letzten Runde war es ziemlich gut. Unsere Pace auf eine Runde ist gut genug um ins Q3 zu kommen, aber ich habe ein noch besseres Gefühl bezüglich unserer Longrunpace. Das Wetter könnte eine große Rolle spielen, da es regnen soll. Das würde das Feld durcheinander werfen und das Rennen interessant gestalten. Es ist eine neue Strecke, daher haben wir nicht so viele Informationen wie auf anderen Kursen, aber hoffentlich können wir ein gutes Ergebnis haben.

Carlos Sainz Jr.: Ich bin recht zufrieden, denn wir haben das Auto seit gestern deutlich verbessert und ich habe mich deutlich wohler gefühlt. Wir hatten eine gute Pace und es ist ärgerlich, dass wir es nicht ins Q3 geschafft haben. Unglücklicherweise haben wir nicht alles zusammenbekommen und wechselten zu früh auf den weichen Reifen. Von Platz elf zu starten ist aber nicht schlecht, denn wir können uns den Reifen beim Start aussuchen, sodass wir gute Chancen auf Punkte haben.

Romain Grosjean: Wir sind auf großer Höhe auf einer Strecke mit wenig Grip, die viel Abtrieb benötigt, was nicht unsere Stärke ist. Deshalb waren wir nicht allzu zuversichtlich, was unsere Leistung anging. Wir waren dennoch besser als erwartet, auch wenn wir Probleme hatten die Reifen zum Arbeiten zu bekommen. Wir haben dennoch morgen gute Chancen, denn es ist ein langes Rennen in dem alle Bremsen und Motoren Probleme bekommen könnten. Der Start wird sehr wichtig und wir werden all unsere Erfahrung nutzen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Alonso hatte sich mehr erhofft - Foto: Sutton

Pastor Maldonado: Ich hatte auf eine etwas bessere Qualifikationsleistung gehofft, aber wir hatten Probleme mit dem Grip an der Front und auch die Stabilität des Hecks war nicht gut. Wir hatten auch gehofft von den neuen Reifen mehr zu profitieren, aber das konnten wir nicht. Es ist ein langes Rennen und wir haben eine gute Rennpace, daher hoffen wir auf noch mehr Punkte.

Marcus Ericsson: Wir konnten die Balance des Autos im Verlauf des Wochenendes verbessern. Noch am Vormittag hatte ich mit dem Auto zu kämpfen und war mit der Performance nicht zufrieden. Startplatz 14 ist deshalb in Ordnung. Dennoch bin ich etwas enttäuscht, weil ich im Gegensatz zu Q1 in Q2 nicht mehr das Maximum aus dem Auto holen konnte. Speziell im letzten Sektor fehlte es mir an Bodenhaftung auf der Hinterachse. Wie auch immer, es ist wichtig, dass wir von Training zu Training Fortschritte erzielen konnten.

Kimi Räikkönen: Am Morgen hatten wir mit dem Auto ein Problem und wir mussten den Motor und das Getriebe wechseln. Es war sehr knapp, rechtzeitig alles zusammenzubauen, aber das Team hat exzellente Arbeit geleistet. Es war jedoch nicht genug Zeit, um das Auto 100 Prozent fertig zu bekommen und ich hatte ein Problem mit den Bremsen. Mit all den Strafen, die wir morgen bekommen, war unsere beste Option ins Q2 zu kommen und danach nicht mehr viel zu tun. Daher fuhren wir drei schnelle Runden, sodass wir überprüfen können, ob alles mit dem Auto in Ordnung ist.

Fernando Alonso: Wir gingen in die Qualifikation in dem Wissen, dass unsere Strafen uns in die letzte Startreihe bringen würden. Es gab daher nicht viel zu gewinnen. Es ging mehr darum, wie ich mich im Auto gefühlt habe. Reifen und Motoren sinnlos zu verbrauchen machte wenig Sinn. Wir brauchen morgen Regen und Chaos. Wir haben genug frische Reifensätze, sowohl für Trocken als auch Regen, daher warten wir ab, was wir tun können. Hoffentlich können wir im Rennen ein paar Plätze gewinnen.

Buttons Motor konnte nicht rechtzeitig gewechselt werden - Foto: Sutton

Felipe Nasr: Das war ein schwieriges Qualifying für mich. Ich hatte vor allem mit dem zu geringen Grip-Niveau zu kämpfen. Bei meinem zweiten Versuch in Q1 hatte ich nicht genug Haftung auf der Hinterachse und kam deshalb meist beim Kurveneingang sehr ins Rutschen. Dieser Sache müssen wir auf den Grund gehen. Von dieser Position zu starten ist nicht zufriedenstellend. Doch das Rennen morgen wird lang und wie immer gilt es, so viele Plätze wie möglich gutzumachen.

Alexander Rossi: Es war nicht der beste Start in den Tag, da ich im dritten Training Bremsprobleme hatte. Dennoch bin ich sehr zufrieden, wie das Team damit umgegangen ist. Es war wertvolle Vorbereitungszeit, die uns verloren ging. Dennoch haben wir uns nicht schlecht geschlagen. heute war es die beste Qualifikationsleistung seit Monza. Es ist eine großartige Strecke und sie bietet eine Herausforderung, von der wir ähnlich wie in Austin profitieren könnten. Wir müssen vorbereitet sein.

Will Stevens: Als ich auf meinen ersten Run ging, hing das Gas fest, sodass ich meinen Run abbrechen musste. Auf dem Weg wurde ich zum Wiegen gerufen, weshalb mir nur ein Run blieb. Die Kombination mit dem wenigen Grip und den wenigen Runden, die wir absolvieren konnten, hat uns etwas zurückgeworfen, daher bin ich dennoch froh, so nah an Alex zu sein. Es ist unglaublich frustrierend. Ich glaube, dass wir uns ein gutes Rennen mit Alex liefern können.

Jenson Button: Wir hatten am Morgen eine Fehlzündung und daher mussten wir sicherstellen, dass für morgen alles okay ist, weshalb ich mich nicht qualifizieren konnte. Ich wäre wegen meiner Strafen sowieso von ganz hinten gestartet. Ich habe bisher nicht viele Runden absolviert und ohne Longruns wird das Rennen für mich schwierig. Ich freue mich trotzdem auf morgen, denn es macht immer Spaß auf einem neuen Kurs zu fahren.


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