Formel 1

4. Freies Training: Michelin beherrscht die halbnasse Strecke

Der Wettergott spielt an diesem Auftaktrennwochenende in Downunder eine entscheidende Rolle. Gehörte das 3. Training noch Bridgestone, war nun Michelin vorne.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Während sich unter trockenen Verhältnissen, wie gestern gesehen, einiges am Kräfteverhältnis verändert hat, bewiesen die beiden freien Samstagstrainings, dass sich das Kräfteverhältnis im Nassen über den Winter nicht verändert hat: Bridgestone dominiert bei den heavy wets und nassen Bedingungen, Michelin ist hingegen auf abtrocknender Strecke mit Rillenreifen überlegen.

Der Rundengeiz. Zwar fuhr keiner der Piloten mehr als 18 Runden, doch war im Verlaufe der 45-minütigen Abschlusssession immer etwas auf der Strecke los. Somit war das vierte Training zumindest in dieser Hinsicht eine kleine Entschädigung für die Action-losen ersten drei Sessions.

Die Zwischenfälle. Durch die im Vergleich zur dritten Sitzung trockenere Strecke kam es zu weniger Ausrutschern und Drehern. Während Jacques Villeneuve beim Verlassen seiner Box einen Reifenwärmer hinter sich herschleifte, stehen noch Fragezeichen hinter dem Inder Narain Karthikeyan und dem Japaner Takuma Sato. Letzterer rollte aus noch unbekannten Gründen am Streckenrand aus. Der Inder grub seinen Jordan im Gras ein und überhitzte die Bremsen dabei so sehr, dass sie zu brennen anfingen und gelöscht werden mussten.

Die Reifen. Das Kräfteverhältnis bei den Reifen entspricht wie beschrieben genau jenem von 2004. Die unzähligen Regenreifentests von Michelin haben sich also noch nicht wirklich ausgezahlt...

Die Platzierungen. Die ersten vier Plätze gingen abwechselnd an McLaren und Renault: Räikkönen, Alonso, Montoya und Fisichella. Diese beiden Teamduelle versprechen viel Spannung für das anstehende 1. Qualifying sowie natürlich das Rennen. Jenson Button reihte sich vor Mark Webber auf Rang fünf ein. Bester Bridgestone-Mann war Michael Schumacher auf Platz sieben. Nick Heidfeld wurde vor Christian Klien Elfter. Patrick Friesacher landete auf Rang 18.

Die Analyse. Vor dem Start in den ersten Teil des Additions-Qualifyings sind noch viele Fragen unbeantwortet. Zum Beispiel jene nach den Wetterbedingungen während des Zeittrainings. Diese können dabei, wie die Reifensituation klar verdeutlicht, einen entscheidenden Einfluss auf die Startaufstellung nehmen. Zudem ist noch immer unklar, wie das Kräfteverhältnis der Teams bei trockenen Bedingungen aussieht. Für Spannung ist also gesorgt.


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