Formel 1

Ferrari verdient zweite Position - Claire Williams: Mehr als dritte Kraft nicht drin

Nach Rob Smedley übt sich auch Claire Williams in Realismus: Drittbeste Kraft sei noch immer eine zufriedenstellende Position. Doch die gilt es zu verteidigen.
von Heiko Stritzke

Motorsport-Magazin.com - Das Williams-Team hatte sich vor der Saison das Ziel gesteckt, den Abstand zum Mercedes-Werksteam zu verringern und seinen Platz als zweite Kraft in der Formel 1 zu halten. Nach vier Rennen lautet die ernüchternde Bilanz: Beide Ziele verfehlt. Mercedes ist noch immer weit weg und mit Ferrari ist ein zweites Team an Williams vorbeigezogen. Rob Smedley hatte bereits zugegeben, dass es schwierig werden würde, Ferrari noch anzugreifen. Claire Williams schließt sich dem nun an, will jedoch alles nicht so negativ sehen.

"Es werden viele Wörter wie ‚frustrierend‘ und ‚enttäuschend‘ [in Bezug auf unsere Performance] verwendet, aber wir müssen uns daran erinnern, wo wir stehen und wo wir herkommen", sagte sie gegenüber Motorsport.com. "Wir sind noch immer Dritte. Ja, Mercedes und Ferrari sind weit weg, aber mit Red Bull und McLaren sind noch zwei Teams mit weitaus größeren Budgets hinter uns." Ferrari habe es sich verdient, in die jetzige Position zu kommen, "und wir müssen den Kampf zu ihnen tragen."

Punkten und Entwickeln

Dafür gab's Lob von der Chefin: Bottas hält Vettel hinter sich - Foto: Sutton

Doch gerade wegen der höheren Budgets der Gegner gilt es für Williams, eher in Verteidigungsstellung zu gehen: "Wir müssen aus diesen [frühen] Rennen Profit schlagen, und ich denke, wir haben das in den vier ersten Rennen auch gemacht", so die offiziell noch stellvertretende Teamchefin weiter. "Wir haben die nötigen Punkte geholt, um auf Platz drei in der Konstrukteurswertung zu sein und müssen sichergehen, dass wir einer starken Entwicklungslinie folgen, um vorwärts zu kommen." Ein erster Schritt auf diesem Weg soll ein Upgrade für den FW37 in Barcelona sein.

Sehr beeindruckt zeigte sich Williams von Valtteri Bottas, der in Bahrain in den letzten Runden für Sebastian Vettel zum unüberwindbaren Hindernis wurde. "Er hat einen fantastischen Job gemacht, Sebastian über so viele Runden hinter sich zu halten", lobte sie den Finnen. "Wenn man danach mit ihm geredet hat, blieb er total cool und sagte, es wäre leicht gewesen! Es war toll für das Team, Ferrari im Kampf um Platz vier zu schlagen, und ein großer Ansporn für uns alle!"


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