Formel 1

Braucht es vielleicht einen Todesfall? - Stewart sieht Bianchi-Unfall als Warnschuss

Ex-Formel-1-Pilot Jackie Stewart glaubt, dass Jules Bianchis Unfall den Fahrern ihre Grenzen aufgezeigt hat. Er fragt sich allerdings, ob das reicht.
von Annika Kläsener

Motorsport-Magazin.com - Sir Jackie Stewart war seinerzeit ein Verfechter von Sicherheitsmaßnahmen. Daher sieht er den schweren Unfall von Jules Bianchi in Suzuka als einen Warnschuss. "Heute nimmt man sich Freiheiten, die wir uns offen gesagt in der Vergangenheit nicht hätten nehmen können", sagte er gegenüber BBC5 live. "Der Unfall von Bianchi hat vielleicht alle ein wenig zu der Erkenntnis gebracht, dass sie nicht unverwundbar sind."

Wir sollten nicht vergessen, dass auf der Rückseite des Tickets steht, dass Motorsport gefährlich ist.
Jackie Stewart

Stewart kann auch die Rad-an-Rad-Duelle von Lewis Hamilton und Nico Rosberg nicht entspannt verfolgen. "Reifen, die sich berühren, und enge Überholmanöver hätten leicht in Tränen enden können. Wir sollten nicht vergessen, dass auf der Rückseite des Tickets steht, dass Motorsport gefährlich ist", mahnte er. "Traurigerweise - und es ist furchtbar, das zu sagen - braucht es vielleicht einen Todesfall, damit wieder alle verstehen, was man nicht tun kann oder tun sollte."

Bianchi liegt seit der Kollision mit einem Bergungsfahrzeug auf der Intensivstation. Seit mehr als einer Woche gab es keine neuen Informationen bezüglich seines Gesundheitszustands.


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