Mark Webbers Formel 1 Debüt im Jahre 2002 war bis zu Timo Glocks überraschendem F1-Einstieg in Kanada 2004 unübertroffen und ist es irgendwie auch jetzt noch. Denn der Australier punktete direkt bei seinem ersten Formel 1 Grand Prix in seiner Heimat Melbourne für das kleine Minardi Team und ließ sich danach auf dem Podest wie einen Sieger feiern.
Am 6. März des kommenden Jahres kehrt er nun in den Albert Park zu Melbourne zurück. Und wieder wird er debütieren. Diesmal logischerweise nicht mehr in der Königsklasse, sondern für sein neues BMW-Williams Team. Erstmals wird der Aussie, dessen beste Platzierung bislang eben jener fünfte Platz von seinem F1-Debüt ist, also (hoffentlich) konkurrenzfähiges Material zur Verfügung haben.
"Es wird für mich ein unglaubliches Ergebnis, dort wieder anzutreten", freut sich Mark schon jetzt auf den Saisonstart in Downunder. "Ich habe in Melbourne bisher nur ein gutes Resultat erreicht. Das war 2002. Die beiden anderen Male bin ich - jeweils in den Punkterängen fahrend - ausgeschieden, was sehr frustrierend war. Ich muss mich also steigern, um die Fans zu Hause glücklich zu machen. Ein Platz auf dem Podium wäre ein toller Start in die Saison."
Entsprechend möchte Webber "natürlich" auf jenes Ergebnis von 2002 "aufbauen": "Ich hoffe, dass wir dort im nächsten Jahr sehr gut sein werden und von Anfang an eine gute Chance auf Siege haben."
"Ich möchte von Beginn an vorne mitmischen und dafür geben wir alles. Wir möchten Grand Prix gewinnen und wenn wir genügend Rennen gewinnen, dann weiß man nie was passieren wird", möchte Webber auch einen Kampf um den WM-Titel nicht ausschließen. Der wichtigste Baustein auf dem Weg zu einer erfolgreichen weiß-blauen Saison wird derweil am 31. Januar in Valencia präsentiert: Der FW27.
Dennoch bleibt Mark auf dem Boden: "Meisterschaften sind schwer zu gewinnen, aber Siege sind etwas, dass wir sofort einfahren möchten." Webber ist dabei klar, dass er nach seinem Wechsel zu den Weiß-Blauen "mit anderen Maßstäben" als bei Minardi oder Jaguar gemessen werden wird. "Das BMW Williams Team hat viel höhere Erwartungen und Ziele als die beiden anderen Teams, für die ich bisher gefahren bin. Aber ich bin rundum glücklich. Williams war immer das Team, für das ich irgendwann antreten wollte."
Wer an der Seite des Australiers antreten wird, steht hingegen noch nicht fest. Für Webber spielt die Wahl seines Teamkollegen aber nur eine untergeordnete Rolle. "Beide Fahrer die wir über den Winter getestet haben sind sehr schnell und haben sich schon bewiesen", so Webber. "Nick und Antonio waren schon immer schnell." Für Webber geht es dabei nur um eines: "Es geht darum über die gesamte Saison gesehen schneller zu sein."



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