Nachdem Ford seine Unternehmen Cosworth Racing und Pi Research im Zuge des Formel 1 Ausstiegs an Kevin Kalkhoven und Gerald Forsythe verkauft hat, wechselte nun auch Cosworth Technology den Besitzer.
Die Ingolstädter von Audi hatten Cosworth im Jahre 1998 von Vickers übernommen und danach nur die Rennmotorenabteilung Cosworth Racing an Ford verkauft, während der zweite Teil des Unternehmens in Audi-Besitz blieb. Mit Wirkung zum 1. Januar 2005 wird jedoch der Ferrari-Zulieferer Mahle mit Hauptsitz in Stuttgart die Cosworth Technology Ltd. Mit Sitz in Northampton übernehmen.
Die Übernahme bedarf jedoch noch der Zustimmung durch die Kartellbehörden. "Für Mahle ist der Erwerb der Cosworth Technology-Gruppe ein weiterer Baustein für die langfristige Unternehmensentwicklung hin zum Systemlieferanten für Motortechnologie und -systeme. Insbesondere die beiden Entwicklungszentren Cosworth Technology Ltd. in Northampton (UK) und Cosworth Technology, Inc. in Novi (MI/USA) aber auch die Produktionsstätten für Zylinderkopf- und Motorblockbearbeitung sowie Motormontage für Kleinserien ergeben eine optimale Ergänzung zum bisherigen Entwicklungs- und Produktions-Know-how von Mahle", kommentierte Prof. Dr. Heinz K. Junker, Vorsitzender der MAHLE Konzern-Geschäftsführung.
Cosworth Technology Ltd. und deren Tochtergesellschaft Cosworth Technology, Inc. wurden seit 1998 als 100 prozentige Beteiligungen der Audi AG geführt. Die Cosworth Technology-Gruppe beschäftigt an drei Standorten in England und einem Standort in den USA rund 970 Mitarbeiter. Gegenstand beider Unternehmen ist die Entwicklung, Produktion und Montage von Motoren. Cosworth Technology Ltd. erzielte 2003 einen Umsatz von GBP 112 Mio. (ca. EUR 162 Mio.); der Umsatz von Cosworth Technology, Inc. betrug im gleichen Zeitraum USD 31 Mio. (ca. EUR 23 Mio.).
Die Mahle Gruppe ist der weltweit führende Hersteller von Motorkomponenten und Filtersystemen. Mit über 35.000 Mitarbeitern an 65 Produktionsstandorten in 22 Ländern erwartet Mahle für das Jahr 2004 einen Umsatz von mehr als 3,7 Mrd. EUR und zählt damit zu den 30 weltweit größten Automobilzulieferern.



diese Formel 1 Nachricht