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Formel 1 / Interview

Mit Momentum zum nächsten Podium - Kimi Räikkönen - im Angriffsmodus nach Korea

Vor dem Rennen in Südkorea spricht Kimi Räikkönen über seine Jungfernfahrt an Ort und Stelle im Vorjahr, seinen Rücken, sowie seine Aufholjagd in Singapur.
von Samy Abdel Aal

Motorsport-Magazin.com - Wie geht es dem Rücken?
Kimi Räikkönen: Er fühlt sich schon deutlich besser an als vergangenen Samstag in Singapur, als ich enorme Schmerzen hatte. Das Wichtige ist, dass ich am Rennen teilnehmen konnte und mit dem Podium sogar noch ein gutes Resultat für uns herausgesprungen ist. Es war ja nicht das erste Mal, dass ich Rückenprobleme hatte. Ganz im Gegenteil - die Probleme treten schon eine ganze Weile immer mal wieder auf. Wir müssen schauen, wie sich der Rücken wirklich anfühlt, wenn wir in Korea das erste Mal auf die Strecke gehen.

Es war also kein einfaches Manöver, aber glücklicherweise kamen wir vorbei und das ist alles, was zählt.
Kimi Räikkönen

Was erhoffen Sie sich für Korea?
Kimi Räikkönen: Zunächst einmal hoffe ich, dass wir die starke Form des Rennsonntags in Singapur wiederholen können. Das Auto fühlte sich sehr gut an und auch das Rennfahren an sich hat extrem Spaß gemacht. Der Fokus muss darauf liegen, das Momentum beizubehalten und auch im nächsten Rennen wieder abzurufen.

Wie fällt Ihre Meinung zum Korea International Circuit aus?
Kimi Räikkönen: Letztes Jahr war ich zum ersten Mal auf der Strecke unterwegs und es ist schwer, den Kurs umgehend in allen Einzelheiten zu erlernen. Jedoch fühlte ich mich mit jeder Runde immer wohler. Wenn du ein gutes Gefühl im Auto hast, kannst du dort leicht in einen Fahrrhythmus finden, wie wir im letzten Jahr gesehen haben.

Wie zufrieden waren Sie mit ihrer Rückkehr auf das Podium in Singapur nach den beiden schwierigen Rennen zuvor?
Kimi Räikkönen: Als Rennfahrer willst du immer so gut wie möglich abschneiden und so viele Punkte holen wie möglich. Ich hatte eine gute Geschwindigkeit und konnte einige Gegner auf der Strecke überholen. Als ich am Ende hinter Jenson [Button] hing, bemerkte ich, dass seine Reifen abbauten, weswegen ich den Druck erhöhte und ihn zum Verteidigen zwang. Ich wusste, ich musste an ihm vorbei, da noch einige Autos aus der Führungsgruppe auf frische Reifen gewechselt hatten und uns sonst definitiv noch geschnappt hätten. Nachdem ich ihn überholt hatte, konnte ich glücklicherweise schnell wegziehen, sodass ich nicht mehr in Gefahr geriet. Insgesamt würde ich also sagen, dass es trotz meiner Rückenschmerzen und der schlechten Starposition ein gutes Wochenende für uns war. Wir hätten nicht arg viel mehr erwarten können.

Ihr Überholmanöver gegen Jenson sah spektakulär aus, als Sie in Kurve 14 außenherum überholten...
Kimi Räikkönen: Es sah wahrscheinlich riskanter aus, als es tatsächlich war. Natürlich hat man mehr Grip auf der Ideallinie und man kennt den idealen Bremspunkt auch auswendig. Es war also kein einfaches Manöver, aber glücklicherweise kamen wir vorbei und das ist alles, was zählt.

Es war ja nicht das erste Mal, dass ich Rückenprobleme hatte.
Kimi Räikkönen

Wie schon so oft in dieser Saison, schien der E21 Renault Ihnen einen besseren Umgang mit den Reifen zu ermöglichen als vieler Ihrer Rivalen; inwieweit war Ihnen dadurch geholfen?
Kimi Räikkönen: Es ist eigentlich ganz normal, dass unterschiedliche Rennwagen und Fahrer die Reifen unterschiedlich beanspruchen. Unser Plan war, wann immer das Safety Car kommt, im Anschluss durchzufahren. Glücklicherweise waren nicht alle Kontrahenten in der Lage, dieselbe Strategie zu fahren.

Was ist Ihr Ziel für Korea?
Das Hauptziel ist zunächst einmal, insgesamt ein besseres Rennwochenende zu haben als in Singapur. Wir hatten dort nicht das beste Qualifying und müssen definitiv wieder innerhalb der besten Zehn starten, da dies für das Rennen vieles erleichtert.


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