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Formel 1

Wie in einer Fußballarena - Caterham Vorschau: Deutschland GP

Caterham liegt vor dem Grand Prix von Deutschland auf dem letzten Rang der Konstrukteurs-WM, sieht sich aber auf dem Weg nach oben.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Obwohl das Team von Caterham mit einigen neuen Teilen und Updates zum nächsten Grand Prix reist, wird es für den Rennstall voraussichtlich auch beim Großen Preis von Deutschland nur darum gehen, besser als die Konkurrenz von Marussia zu sein. Die Vorfreude beim malaysischen Rennstall, insbesondere bei den Piloten, ist dennoch groß.

Der Kurs hier ist meine absolute Lieblingsstrecke im Kalender.
Charles Pic

Charles Pic, der in Silverstone als 15. bester der vier Nachzügler war, hat eine ganz besondere Beziehung zum Nürburgring: "Der Kurs hier ist meine absolute Lieblingsstrecke im Kalender. Ich kann aber nicht genau beschreiben, warum das so ist. Es ist einfach das Gefühl, das ich hier beim Rennfahren habe. Es ist etwas ganz Besonderes. Ich habe hier in der Formel Renault 3.5 gewonnen und war in der GP2 auf dem Podium. Es gibt hier also eine Menge guter Erinnerungen für mich und es ist einfach toll, hier eine richtig gute Runde zu fahren."

Vor allem die Atmosphäre am Nürburgring gefällt dem Franzosen. "Es ist ein bisschen wie in Silverstone. Hier sind immer sehr viele Zuschauer an der Strecke. Die Tribünen sind voll und es ist ein bisschen wie in einer Fußballarena zu fahren. Die Fans sehen hier viel von der Strecke und sie haben auch wirklich Ahnung von Motorsport. Ich bin zwar noch nie ein Formel-1-Rennen am Nürburgring gefahren, aber es wird sicher ein großartiges Wochenende", erklärte der 23-Jährige seine Begeisterung für den Kurs.

Giedo van der Garde hofft auf zahlreiche niederländische Fans - Foto: Sutton

Der Niederländer Giedo van der Garde sieht den Grand Prix von Deutschland praktisch als sein Heimrennen: "Es wird sicher ein tolles Wochenende, denn die Strecke ist nicht weit von meiner Heimat entfernt und es werden sicher viele niederländische Fans vor Ort sein. Außerdem bin ich hier immer gut gefahren und habe in meiner Karriere schon in allen Klassen gewonnen." Dennoch bleibt der Rookie realistisch. "Mir ist natürlich klar, dass das in diesem Jahr nicht passieren wird. Es ist aber sicher ein Vorteil wenn du in deiner ersten Saison auf eine Strecke kommst, die du schon gut kennst. So kannst du gleich richtig durchstarten und musst den Kurs nicht erst kennenlernen." Der 28-Jährige ist mit den Verhältnissen am Nürburgring also bereits bestens vertraut: "Das Wetter kann hier wahnsinnig schnell umschlagen, so wie in Spa. Wir müssen also sehr genau auf die Vorhersagen achten. Die Strecke selbst besteht vor allem aus langsamen und mittelschnellen Kurven. Sie ist toll zu fahren und man kann einen guten Rhythmus finden."

Caterham: Nürburgring Bilanz

Caterham am Nürburgring: 2011, bei Caterhams einzigem Auftritt in der Eifel, hieß das Team noch Lotus. Heikki Kovalainen und Karun Chandhok mussten sich damals mit den Plätzen 16 und 20 begnügen.

Redaktionskommentar

Motorsport-Magazin.com meint: Glaubt man den Stimmen aus dem Umfeld von Caterham, befindet man sich beim von Cyril Abiteboul geführten Rennstall auf dem richtigen Weg. In Silverstone konnte Pic bereits die beiden Marussias hinter sich lassen. Mit neuen Teilen und einigen Updates soll ihm und seinem Teamkollegen van der Garde auch am Nürburgring gelingen. Eine Aufgabe, die für die beiden Piloten nicht einfach, aber lösbar scheint.(Markus Zörweg)


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