Während Fernando Alonso im Ferrari am Freitag die Tagesbestzeit in den Asphalt auf der Ile Notre Dame brannte, reichte es für Felipe Massa im trockenen Training am Nachmittag nur zu P6 - am Vormittag hatte der Scuderia-Pilot als Elfter den Sprung in die Top-10 knapp verpasst. 56 Runden legte er am Freitag insgesamt zurück. Anschließend konstatierte der Brasilianer: "Heute konnte man eigentlich nur den halben Tag lang arbeiten, denn in der ersten Session konnten wir wegen des Regens nur wenige Runden abspulen. Deshalb musste die ganze Arbeit, und heute war das mit den neuen Pirelli-Reifen und unseren neuen Teilen für dieses Rennen eine ganze Menge, in eine einzige Session am Nachmittag hineingequetscht werden." Doch obwohl man den ersten Berg an Arbeit weggeschaffen habe, gäbe es noch eine Menge zu tun.
"Wir müssen nun fleißig die gesammelten Daten analysieren und verstehen, welche der Updates wir auch in den nächsten beiden Tagen einsetzen sollten", so Massa. "Wenn es morgen nicht regnet, werden die Streckenbedingungen ganz anders sein und das heißt, dass wir auf alles vorbereitet sein müssen, was uns da eventuell entgegenschlagen könnte." Teamkollege Alonso teilte Massas Einschätzung nach dem ersten Trainingstag. "Felipe und ich haben heute auf den Long-Runs eine unterschiedliche Wahl getroffen - das ist für uns aber noch ein Grund mehr, morgen das Ergebnis der Qualifikation abzuwarten, um mehr zu verstehen", sagte der Spanier. Sicher sei in Montreal derzeit nur eines: "Wir müssen die richtigen Entscheidungen treffen, denn heute hat man schon gesehen, dass für eine saubere Runde hier viel zusammenpassen muss."
Alonso erwartete daher: "Ein sehr kompliziertes Wochenende... denn das Wetter soll nun bis Sonntag durch und durch wechselhaft bleiben." Technikdirektor Pat Fry meinte: "Mit dem Wetterbericht im Hinterkopf, waren wir bereits heute auf alle Eventualitäten vorbereitet, die der Regen mit sich gebracht hat." Trotzdem sei die Angelegenheit am Freitag durchaus diffizil gewesen. "Zu einem bestimmten Zeitpunkt im ersten Freien Training war es nicht nass genug für Intermediates aber auch nicht trocken genug für die mittlere Reifenmischung - in so einem Moment kann man also eigentlich nicht viel anderes machen, als abzuwarten, bis sich die Verhältnisse wieder verbessert haben." Als man wieder zum Fahren gekommen sei, habe man sich vornehmlich auf den Vergleich verschiedener Aerodynamik-Konfigurationen konzentriert. Dort und auch bei der Arbeit mit den Reifen habe man wichtige Daten gesammelt, die man nun in das richtige Set-Up für den Sonntag ummünzen wolle.

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