Formel 1

Ferrari nicht immer die beste Option - Herbert: McLaren ideal für Hamilton

Johnny Herbert bezog zu einigen aktuellen Themen der Formel 1 Stellung. Er riet seinem Landsmann Lewis Hamilton von einem Teamwechsel ab.
von Philipp Schajer

Motorsport-Magazin.com - Der ehemalige Formel-1-Pilot und dreifache GP-Sieger Johnny Herbert beobachtet auch heute den Rennzirkus noch ganz genau und hat zu einigen aktuellen Themen eine Meinung. Allen voran befasste sich Herbert mit der aktuellen Lage von Ferrari, die trotz Fernando Alonsos Sieg in Malaysia nicht rosig ist.

Zuletzt waren Mark Webber und Sergio Perez mit dem italienischen Rennstall in Verbindung gebracht worden. Jedoch gab Herbert zu bedenken, dass auch in Maranello nicht alles Gold ist, was glänzt. "Es gab einige Jahre, in denen Ferrari im Nirgendwo war", so Herbert. Erst durch Michael Schumachers Wechsel zu Ferrari und auch dank Rory Byrne sowie Ross Brawn habe sich ein deutlicher Aufschwung bemerkbar gemacht.

McLaren als ideales Team für Hamilton

"Seit Michael das Team wieder verlassen hat, haben sich die Ergebnisse kontinuierlich verschlechtert", betonte Herbert. Bei Ferrari geht es laut dem Briten vor allem um den Mythos, ist ein Fahrer jedoch an sportlichem Erfolg interessiert, wäre ein Wechsel zu McLaren vorzuziehen. "McLaren ist ein sehr gutes Team, das in der Lage ist, zwei Weltmeister unter Vertrag zu haben und ihnen am Rennwochenende die gleichen Chancen bietet", erklärte Herbert. "Das machen sie seit vielen, vielen Jahren sehr gut, unter anderem auch mit Senna und Prost."

Es ist also wenig verwunderlich, dass Herbert Lewis Hamilton, der immer wieder mit anderen Teams in Verbindung gebracht wird, zu einem Verbleib rät. "Er ist sehr tief im Kern des Teams verankert, das ihm ein Auto bietet, mit dem er erneut Weltmeister werden kann. Die Formel 1 ist derzeit so schwer einzuschätzen und es gibt keine Garantie, dass er bei Red Bull oder Ferrari besser aufgehoben wäre", erklärte Herbert.

Beeindruckt zeigte sich Herbert von der bisherigen Lotus-Performance, die jedoch stark von den Reifen abhängig ist. "Die Ingenieure und Fahrer verstehen es sehr gut, wie man die Reifen in das richtige Fenster bekommt", meinte er. "Geht man von dem aus, was man in Mugello gesehen hat, können sie sich wohl noch weiter nach vorne orientieren."


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