Sebastian Vettel beendete den Großen Preis von China auf dem fünften Platz. Der Red Bull-Pilot ging vom elften Startplatz ins Rennen und lag bis wenige Runden vor Schluss auf dem zweiten Rang. Doch in den letzten Runden musste er sich hinter Jenson Button, Lewis Hamilton und seinem Teamkollegen Mark Webber einreihen.
Vettel hatte schon beim Start große Probleme, kam zu Beginn des Rennens nicht so recht vom Fleck und fiel bis auf den 15 Platz zurück. Zudem wäre er beinahe mit den beiden Williams kollidiert. "Normalerweise bin ich schnell, wenn die Lichter ausgehen, aber heute war ich einer der schlechtesten am Start. Ich habe auch nicht den richtigen Grip und die ideale Drehzahl gefunden und so ist das halbe Feld vorbeigegangen", klagte er.
Aufgrund des turbulenten Rennens könne man durchaus zufrieden sein. "Ich habe versucht dagegen zu halten, aber vielleicht hätte ich Button und Hamilton durchwinken sollen, um Vierter zu werden. Ich konnte sie nicht hinter mir halten, sie waren einfach zu schnell. Mit dem fünften Platz bin ich aber ganz zufrieden, wenn man bedenkt, dass ich von P15 gekommen bin."
Sowohl Vettels Vorstoß auf Platz zwei als auch der spätere Rückfall waren laut Vettel der Rennstrategie von Red Bull geschuldet. "Unsere Strategie hat uns nach vorne geschwemmt, am Ende aber wieder drei Plätze gekostet", analysierte er. "Nach dem schlechten Start habe ich wieder Fahrt aufgenommen und versucht nach vorne zu kommen, aber das Überholen auf der Geraden war heute fast unmöglich."
Als er an Kimi Raikkönen vorbei ging, war Vettel noch optimistisch. "Aber in den letzten zehn Runden hat der Reifen nichts mehr hergegeben", so der Deutsche, der versucht hatte, durch das Verstellen von Bremsbalance und Differential das Maximum aus dem Wagen herauszuholen. Unzufrieden zeigte sich Vettel vor allem mit der Performance seines Wagens. "Uns fehlen zwei bis drei Zehntel auf Mercedes, in der Qualifikation noch mehr. Wenn man die Gerade abzieht, ist es zwar nicht so schlecht, aber wir sind nicht dort, wo wir sein wollen", kritisierte Vettel.
Dem RB8 fehlt es vor allem an Speed auf den Geraden, weswegen Vettel eine Verbesserung des Boliden fordert. "Es ist auch keine bestimmte Art von Kurven, die uns Probleme macht. Unser Auto ist nicht schnell genug, wir müssen kämpfen und es verbessern", betonte er. In Hinblick auf Bahrain gab sich Vettel etwas zuversichtlich. "Wir könnten in Bahrain etwas besser dastehen, das wird ein interessantes Wochenende", meinte er.
Die gute Leistung von Mercedes führte Vettel vor allem auf die Reifen zurück. "Die Leute leiden hier unter Untersteuern und die Hinterreifen sind der entscheidende Faktor. Ich denke, das war, abgesehen von dem lustigen F-Kanal, der Grund, warum sie gestern und heute so schnell waren.

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