Die Red-Bull-Dominanz der vergangenen Saison, als das Team die Fahrer- und Konstrukteurswertung überlegen gewann, wird sich laut McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh 2012 nicht wiederholen. Seiner Ansicht nach wird kein Team, auch nicht sein eigenes, der Saison seinen Stempel aufdrücken.

"Die schlechte Nachricht ist, dass es nicht danach aussieht, als wären wir dominant", erklärt Whitmarsh. "Aber die gute Nachricht - für uns und den Sport - ist, dass auch sonst niemand dominant zu sein scheint."

Sein Team schätzt der 53-jährige Brite nach den Long Runs und Rennsimulationen während der Testfahrten als konkurrenzfähig ein. "Ich denke, mit Zuverlässigkeit, einem einigermaßen wettbewerbsfähigem Auto und einem Boliden, der positiv und vorhersehbar auf Veränderungen reagiert - mit all diesen Dingen können wir uns dieses Jahr konkurrenzfähig fühlen."

Rennsiege und Meisterschaft das Ziel

Der McLaren ist nach Whitmarshs Aussage noch nicht mit wenig Sprit getestet worden, dennoch ist er sicher, dass er im Qualifying in Melbourne schnell sein wird. Er geht zudem davon aus, dass Jenson Button und Lewis Hamilton ganz oben auf dem Podest landen können.

"Mit einem starken Team und zwei sehr hungrigen, konkurrenzfähigen und schnellen Fahrern sollten wir dieses Jahr Rennsiege erwarten können", so Whitmarsh. "Und wenn wir genug Siege erzielen können, gewinnen wir damit hoffentlich die Meisterschaft."

Nach Whitmarshs Ansicht ist Lewis Hamilton dieses Jahr darauf fokussiert, in erster Linie seinen Teamkollegen, aber auch alle anderen zu schlagen. Das könne er an seiner Körpersprache, den Testfahrten und auch daran, wie er sich gegenüber den Medien verhalten habe, erkennen.