Rausfahren, reinfahren, anhalten, Reifen wechseln und wieder raus. "Das war heute ein etwas langweiliger Tag", scherzte Pastor Maldonado nach einer Reihe Boxenstoppübungen. "Das Team konnte aber die Konstanz bei den Stopps steigern." Zusätzlich in die Quere kam dem Williams-Piloten ein Motorproblem am Vormittag. "Es war wichtig, dass wir das Problem lösen konnten." Dazu war es noch nicht einmal nötig, den Motor zu wechseln.

Neue Teile kommen erst wieder am Wochenende zum Einsatz. "Wir sind heute mit dem alten Frontflügel gefahren, um ihn bei den Boxenstopps nicht zu beschädigen", so Maldonado. "Das Auto sieht gut aus, wir müssen nur noch die Pace auf Long Runs steigern. Wir sind aber nicht zu weit weg."

Eine genaue Analyse verweigert der Venezolaner zwar, aber derzeit sieht er alle Teams eng beieinander liegen. "Es ist schwierig, Vorhersagen zu treffen, da wir das Testprogramm der anderen nicht kennen. Red Bull sieht richtig gut aus, Mercedes ebenso - und McLaren genauso."

In Hinblick auf sein Team ist Maldonado zuversichtlich. "Das Auto fühlte sich konstant an, jedes Mal wenn wir eine Änderung vornahmen, hat das Auto gut darauf reagiert." Das erste Rennen ist für jedes Team stets eine Herausforderung - in diesem Jahr umso mehr, da Pirelli erneut an der Stellschraube Reifen gedreht hat.

"Die Reifen sind sehr sensibel", erklärt Maldonado. "Wenn man angreift, verliert man nach zwei Runden viel Zeit, vor allem bei den weichen Reifen. Die mittlere Mischung ist konstanter, sie ist wohl die beste der Reifenmischungen." Die harten Reifen brauchen in seinen Augen zu lange, um auf Temperatur zu gelangen. "Die Konstanz ist allerdings recht gut. In dieser Saison werden wir viele verschiedene Strategien sehen."