Es ist schon seit langer Zeit die Ferrari-Linie, sich über die mittlerweile sehr stark beschränkten Testfahrten in der Formel 1 zu beschweren. Vor allem Präsident Luca di Montezemolo war recht deutlich, wenn es darum ging, die im Vergleich zu früher sehr raren Testmöglichkeiten zu kritisieren. Zwar wird es 2012 wieder einen Saison-Test geben, dafür müssen aber Testtage vor Saisonbeginn geopfert werden. Da Montezemolos Beteuerungen mit der Zeit arg repetitiv wirkten, durfte im Rahmen von Wrooom nun auch Fernando Alonso wieder einmal darüber sprechen, wie schlecht die fehlenden Tests sind.
Die Gelegenheit dazu ergriff er, als er eigentlich danach gefragt wurde, wie nützlich die Arbeit im Simulator ist. "Das ist ein wichtiges Werkzeug, aber im Großen und Ganzen ist es ein Weg, um einige Mechanismen zu prüfen. Wie viel ein technisches Teil in punkto Leistung bringen kann, bleibt nach der Überprüfung im Simulator ein Fragezeichen. Die Formel 1 ist eine der wenigen Sportarten, in der Training verboten ist", wählte er beinahe 1:1 die Worte seines Präsidenten.
Und auch bei seinen Vergleichen war er nahe an Montezemolo dran. "Man fragt keinen Fußballer oder Tennisspieler, zwischen einem Match und dem nächsten oder in den zwei Monaten vor einem großen Turnier einfach nichts zu tun. In einem Go-Kart zu fahren, hilft, denn es ist eher wie das Fahren in einem Einsitzer. Aber das ist so, als ob man Lionel Messi sagt, er soll mit einem kleinen Tennisball trainieren oder ob man Raffa Nadal sagt, er soll mit einem Tischtennis-Schläger spielen. Wir gehen Kart-Fahren, weil wir keine Alternative haben."

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