Es hatte für ihn zwar nicht für Q3 gereicht, Rubens Barrichello fühlte sich nach dem Qualifying bei seinem möglicherweise letzten Heim-Grand-Prix aber dennoch wie ein Gewinner. Denn während sein Teamkollege Pastor Maldonado mit Platz 18 gleich im ersten Qualifying ausschied, konnte er immerhin bis auf Startplatz zwölf fahren. "Es war ein tolles Gefühl. Es war mit unserem Auto ein hartes Jahr. Das Leben ist ein Zyklus und den musst du nutzen, wenn er auf deiner Seite ist. Mit diesem Auto war diese Runde wie eine Pole-Position-Runde", sagte der Williams-Pilot.
Er freute sich zusätzlich, weil seine Familie an der Strecke war. "Auch für das Team und die Fans, ich hatte wirklich das Gefühl, dass sie mich antreiben", meinte er. Für den Sonntag gab es für ihn nur noch eines, vollen Angriff. "Sonntag sind weitere 71 Runden. Ich muss die heutige Runde 71 Mal hinbekommen. Ich hoffe, wir haben etwas Regen am Sonntag. Ich bin mir sicher, es wird den Fans nichts ausmachen, für mich ihre Regenschirme mitzubringen", erklärte Barrichello.
Etwas Regen und Chaos dürfte wohl auch Maldonado am ehesten helfen, denn mit Startplatz 18 sah er sich deutlich im Hintertreffen. "Wir haben mit dem Option-Reifen nicht die beste Balance gefunden und daher hatte ich keine saubere Runde. Ich werde im Rennen viel Boden gutmachen müssen, aber nachdem ich das in Abu Dhabi geschafft habe, bin ich optimistisch, dass ich das auch hier kann", sagte der Venezolaner. Ein Problem könnte für ihn gewesen sein, dass er in Q1 aufgrund des ständig drohenden Regens früher losfahren musste als gewöhnlich.

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