Für einen oder beide Toro-Rosso-Piloten könnte das Saisonfinale in Brasilien das vorerst letzte Rennen für das Team werden. Jaime Alguersuari und Sebastien Buemi gehen von den Positionen 13 und 14 ins Rennen. Getrennt von lediglich etwas mehr als einer Zehntel Sekunde. Für wen das Pendel letztlich ausschlagen wird, entscheidet sich erst in den nächsten Wochen.

Im Kampf um Platz sieben in der Konstrukteurswertung kann diese Ausgangslage von großer Bedeutung sein. Beide Toro Rosso stehen in der Startaufstellung vor dem größten Konkurrenten Sauber. "Für das Team sind die Startplätze 13 und 14 nicht zu schlecht. Ich bin froh, vor den Sauber zu stehen. Aber Punkte werden erst morgen vergeben. Wir gehen von einem chaotischen Rennen aus, da es morgen regnen soll", sagte der von Platz 13 startende Alguersuari.

Kampf auf der letzten Rille, Foto: Sutton
Kampf auf der letzten Rille, Foto: Sutton

Der 21-Jährige weiß, dass es besonders bei Regen wichtig ist, keine unnötigen Risiken einzugehen. Stattdessen müsse man ruhig bleiben und das Rennen beenden. Im heutigen Qualifying hätten sich die Streckenbedingungen zwischen dem dritten freien Training und dem Qualifying laut Alguersuari stark verändert. Bei Regen würde sich dann erneut alles ändern und es sollte ein interessanten Rennen geben.

Licht und Schatten bei Toro Rosso

Sebastien Buemi ist mit seinem Qualifying nicht zufrieden. Er hätte trotzdem alles getan und das Beste herausgeholt. Dennoch sei man nicht wirklich gut vorbereitet in das Abschlusstraining gegangen. Hinderlich war auch, dass Buemi im dritten freien Training kaum zum Fahren gekommen ist.

"Hinzukommt, dass Jean-Eric Vergne im ersten freien Training im Auto gesessen hat und ich somit noch weniger Runden zur Verfügung hatte als ohnehin schon", klagt der Schweizer. Daraus müsse man Lehren ziehen, so Buemi. "Morgen ist dennoch alles möglich. Unser Auto ist konkurrenzfähig und ich hoffe auf einen guten Nachmittag."

Laurent Mekies, Renningenieur bei Toro Rosso, gab zu Protokoll, dass Buemi am Vormittag mit einem Hydraulikproblem zu kämpfen hatte. "Im Qualifying musste sich Buemi schnellstmöglich auf ein völlig verändertes Auto, als das was er gestern gefahren ist, einstellen", erklärt Mekies. Buemi habe laut Mekies unter den technischen Problemen an seinem Auto zu knabbern gehabt und den bestmöglichen Job aus der Tatsache gemacht, dass Toro Rosso am Vormittag nicht wirklich gute Arbeit geleistet hätte. Besonders der 13. Startplatz von Alguersuari sei nahe an den Möglichkeiten des Autos. "Jaimes Position ist ist nahe an unseren Möglichkeiten dran. Er liegt nur drei Tausendstel Sekunden vom zwölften Platz entfernt, wo das Auto hingehört hätte", meint Mekies.