Zum ersten Mal in dieser Saison erlebte die Formel 1 in Abu Dhabi ein Podium ohne Beteiligung von Red Bull. Sebastian Vettel erlitt bereits nach der ersten Kurve einen Reifenschaden und musste seinen RB7 schließlich in der Box abstellen. Teamkollege Mark Webber verpasste als Vierter das Treppchen auf dem Yas Marina Circuit. Der Australier setzte dabei als einziger der Spitzenfahrer auf eine Drei-Stopp-Strategie - es war allerdings ein ungeplanter Kompromiss.
"Wir hatten eine ziemlich gute Pace und am Ende des ersten Stints war ich nah an Jenson Button", erklärt Webber. "Dann hatten wir einen schlechten ersten Boxenstopp." Beim Reifenwechsel ließ sich eine Mutter am rechten Rad nicht richtig auf den Bolzen aufziehen und so verlor der 35-Jährige mehrere Sekunden Zeit. "Das hat uns ins Hintertreffen gebracht", ärgert sich Webber. "Wir haben unsere Position auf der Strecke verloren und deshalb auch das Podium verpasst."

Webber lieferte sich zeitweise sehenswerte Duelle mit Button, der im weiteren Verlauf des Rennens mit KERS-Problemen zu kämpfen hatte. In den DRS-Zonen kam es zu Überholmanövern zwischen den beiden, doch letztendlich zog der Red-Bull-Fahrer den Kürzeren. "Die beiden DRS-Zonen waren knifflig", findet Webber. "Die erste war einfach, die zweite nicht so." Die zweite Flügelzone auf dem 5,554 km langen Kurs war recht kurz gehalten und erschwerte somit Überholaktionen.
In der letzten Runde musste Webber ein drittes Mal die Box ansteuern, um noch die Medium-Mischung zu benutzen, auf die er bis zu diesem Zeitpunkt verzichtet hatte. Dabei zog Button an ihm vorbei und sicherte sich schließlich den letzten Platz auf dem Podium.



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