Nico Rosberg zeigte sich nach dem Großen Preis von Abu Dhabi erfreut über die Leistungsfähigkeit seines MGP W02. Der Wiesbadener konnte im Rennen souverän den sechsten Platz einfahren und kam am Ende sogar Felipe Massa im Ferrari nahe. Den Scuderia-Star hatte er auch schon am Start direkt vor sich - noch am Samstag hatte Rosberg angekündigt, sich den Brasilianer gleich in der ersten Kurve schnappen zu wollen. Daraus wurde jedoch nichts.
"Ich habe gegen Massa genau das gemacht, was ich wollte - es war haarscharf und dann ging mir der Platz aus", beschrieb Rosberg nach Rennende die ersten Sekunden nach dem Start. Eine Kollision in der ersten Kurve habe er vermeiden wollen. "Ich musste von der Strecke und verlor so einen Platz an Michael. Dafür war es, statt mit Massa, dann mit ihm ein gutes Duell", freute sich der Silberpfeil-Star, dessen ersten Überholversuch Rekordweltmeister Schumacher noch abwehren konnte. Am Ende der zweiten Gegengeraden bahnte sich Rosberg dann aber seinen Weg vorbei am Teamkollegen.
Perfekte Strategie auf Yas Island

In der Folge setzte sich der Wiesbadener kontinuierlich von Schumacher ab. "Es war ein gutes Rennen - mit dem Einteilen der Reifen und der Strategie hat alles geklappt", so Rosberg, der sich freute: "Wir haben Schritt nach vorne gemacht - auch in Bezug auf die Ingenieure auf meiner Seite der Garage, die einen guten Job gemacht haben. So kann es weitergehen." Seine Taktik sei optimal aufgegangen. In Runde 18 kam der Mercedes-Fahrer zu seinem ersten Stopp an die Box - nach einem langen mittleren Stint, folgte im 49. Umlauf dann der finale Wechsel auf die härtere Reifenmischung.
"Ich habe die Reifen geschont, so dass ich immer weiterfahren konnte und Gummi übrig hatte. Es ist immer besser, mit der weichen Mischung zu fahren, weil man mit den harten Reifen schneller Aufwärmprobleme hat", erklärte der 26-Jährige mit Blick auf seine Strategie. In Brasilien steht in zwei Wochen nun das Saisonfinale an. Ganz zufrieden, wollte Rosberg mit seinem Jahr aber auch nach dem guten Abu-Dhabi-GP nicht sein. "Die Saison ist insgesamt ein bisschen ernüchternd. Wir sind nicht da, wo wir sein wollten", so der Wahl-Monegasse, der jedoch auch anfügte: "Ich bin sehr guter Dinge und freue mich auf nächstes Jahr. Da werden wir Spaß haben."
Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug teilte nach dem Formanstieg auf Yas Island die Zuversicht seines Piloten. "Unsere Mannschaft hat hier die mit unserem aktuellen technischen Stand bestmöglichen Resultate geholt - und wir waren zum fünften Mal in den letzten sieben Rennen in den Top-6 platziert", lobte der Deutsche. "Natürlich sind sechste und siebte Plätze nicht unser ultimatives Ziel, aber es ist wichtig, in unserer Aufbauzeit die in dieser Phase bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen", so Haug zufrieden.

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