Eigentlich sollten an diesem Wochenende bei Force India klare Verhältnisse geschaffen und die Fahrerpaarung für 2012 bekanntgegeben werden. Doch stattdessen verschob Vijay Mallya das auf Brasilien und das Team konzentrierte sich einfach auf das Rennen in Abu Dhabi. Das gelang vor allem Adrian Sutil sehr gut, der seinen Boliden in den freien Trainings auf die Plätze sieben und acht stellte.
Dabei hatte der Yas Maria Circuit zu Beginn nicht den Grip, den sich der Gräfelfinger gewünscht hätte. "Das Hauptaugenmerk lag darauf, die Traktion aus den langsamen Kurven heraus zu verbessern, denn das ist es, worum es auf diesem Kurs geht", erklärte Sutil, der keine Probleme mit den Pirelli-Reifen feststellen konnte, die vor allem am Nachmittag getestet wurden.
Denn in der ersten Session widmete sich Force India den Einstellungen für die Flügel. "Wir haben auch eine Menge Arbeit in den optimalen Flügellevel investiert und es scheint so, als hätten wir eine gute Lösung gefunden", freute sich der 28-Jährige, der auch am Motormapping und der Übersetzung arbeitete. "Der Grundspeed ist in jedem Fall vorhanden", freute sich Sutil, der noch Ideen für eine Verbesserung hat und dafür recht zuversichtlich für Samstag ist.
Sutil kritisiert Qualifying-Modus
Sollte es im Qualifying funktionieren, ist aber erneut fraglich, ob man den Gräfelfinger in Q3 auch fahren sieht. "Wir werden morgen im freien Training nochmal schauen, wo wir genau stehen und ob wir zum Beispiel gegen Mercedes eine Chance haben", erklärte Sutil, der aber nicht ausschloss, erneut in der Garage stehen zu bleiben, auch wenn ihm das selbst nicht gefällt.
"Ich finde es auch nicht schön, dann zu warten, wenn ich ins Q3 komme. Ich würde lieber, wie alle anderen, ein paar Runden fahren", gab er der Force-India-Pilot zu, der sich in dieser Richtung eine Regelung durch die FIA erhofft. "Vielleicht kommt das ja noch, das wäre meiner Ansicht nach gut für den Sport."
Di Resta hatte Probleme
Paul di Resta blieb mit dem jeweils neunten Rang hinter seinem Teamkollegen zurück, war aber nicht unzufrieden. "Ich denke, wenn wir schauen, wo wir gelandet sind, sollten wir mit der heutigen Arbeit recht happy sein", sagte der Schotte, der im ersten Durchgang Schwierigkeiten mit dem Grip am Heck seines Wagens hatte und deshalb nur schwer Vertrauen aufbauen konnte. "Die Front des Autos hat zudem blockiert", fügte di Resta noch hinzu.
Am Nachmittag hätte sein Team das aber in den Griff bekommen und er sei recht nah an einem anständigen Setup. "Ich denke, wir können morgen immer noch Schritte machen und sehen, ob wir mehr Low-Speed-Stabilität finden, aber insgesamt sind wir in keiner schlechten Form", freute sich der 25-Jährige.

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