Die Jagd nach schnellen Runden fasziniert jeden Rennfahrer. Kimi Räikkönen fuhr gerne zum Ende eines Rennens die schnellste Rennrunde, weil ihm langweilig war. Sebastian Vettel sieht seinen Namen ebenfalls gerne ganz oben in der Liste der besten Umläufe eines Grand Prix - das brachte ihm zuletzt einen Klaps auf die Finger von seinen Teamchefs ein.
"Ich versuche grundsätzlich, nichts Dummes am Ende des Rennens und will das Auto natürlich nicht wegwerfen", betont Vettel, der beim Indien GP in der letzten Rennrunde die schnellste Runde drehte. Sein Teamchef Christian Horner meinte danach, das Team hätte ihn nur mit einer Kuh auf der Strecke aufhalten können.
Nichts herausfordern
Vettel spielt seine Rundenzeitenjagd jedoch herunter: "Es ist nicht wie im Qualifying, in dem man alles aus dem Auto rausquetscht", betont er. Im Rennen sitze er 50-60 Runden im Auto und wisse ganz genau, ob es dem Reifen und dem Wagen gut genug gehe, um eine schnelle Runde zu fahren.
"Wenn man das Gefühl hat, dass es dem Auto nicht gut tut, lässt man es eben sein und fordert es nicht heraus", so Vettel. Gleichzeitig betont der Weltmeister, dass ein Fahrer auch einmal etwas ausprobieren müsse. "Gerade im Hinblick auf nächstes Jahr oder die nächsten Rennen - dann kann man immer in den letzten Runden noch mal im Fight liegen und sollte nicht davon überrascht werden, wie das Auto oder die Reifen reagieren."



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