In der Gesamtwertung liegt Nico Rosberg mit 67 Zählern nach den ersten 16 Rennen der Saison auf Platz sieben. Die Lücke nach oben in die Top-6 beträgt mehr als 30 Punkte, doch immerhin hält er den berühmtesten F1-Teamkollegen, den man wohl haben kann, seit Saisonbeginn in Schach. Michael Schumacher holte seit seiner starken Performance in Monza zwar etwas auf, doch noch beträgt der Rückstand sieben Punkte. Trotzdem ist fast immer von Schumacher die Rede, wenn der Name Mercedes fällt.

Ein Ärgernis für Rosberg, der seit dem eigenständigen Bestehen von Mercedes GP seinen prominenten Teamkollegen häufig besiegt hat. "Mercedes gibt mir die Möglichkeit, das Team mit anzuführen. In dieser Position fühle ich mich wohl", erklärt er gegenüber spox. Es sei nach wie vor eine großer Herausforderung, gegen den Rekord-Champion zu fahren und die Zusammenarbeit des Silberpfeil-Duos laufe gut. "Die Frage nach dem alleinigen Leader stellt sich für mich im Moment nicht. Das kann gerne so weitergehen wie bisher", bleibt Rosberg diplomatisch.

Zwar habe er sich erst an die Situation gewöhnen müssen, als Schumacher sein Comeback in der F1 gab. "Aber ich muss im Nachhinein sagen, dass das bei mir sehr schnell ging", so der 26-Jährige. "Ich habe mich innerhalb kurzer Zeit im Team wohl gefühlt und auch die ersten Erfolge kamen sehr schnell." Auch, wenn es einmal nicht so rosig laufe, fühle er sich wohl innerhalb des Teams aus Brackley. Dabei hört sich Rosberg gern an, was die Kollegen zu sagen haben. "Ich bin offen für Kritik und mein Team ist das auch, aber wir kritisieren uns immer konstruktiv. Denn nur so geht es nach vorne", ist Rosberg überzeugt.