Sebastian Vettel ist nicht erst seit seinem zehnten Saisonsieg in Korea das Nonplusultra dieses Formel-1-Jahres. Als jüngster Doppel-Weltmeister der Geschichte hat er entscheidenden Anteil daran, dass Red Bull seit mehr als zwei Jahren das 'team to beat' ist. "Wir sind auf dem Weg, uns einen richtigen Namen in der Formel 1 zu machen", entgegnet Vettel den Leuten, die sagen, dass das Team um Christian Horner lediglich ein Getränkehersteller sei.

Gewinnt Vettel auch noch die drei ausstehenden Rennen in dieser Saison, könnte er den großen Rekord von Michael Schumacher aus dem Jahr 2004 einstellen. Das würde Vettel garantiert gefallen, outet er sich doch als Geschichts-Fan. "Ich liebe die F1-Historie", gesteht er. Zwar wisse er nicht genau, wer in jedem Jahr die Weltmeisterschaft gewonnen hat. "Aber ich kenne die Namen aller Piloten", sagt er. "Zu dieser Liste zu gehören, ist eine große Ehre."

Es sei zudem eine besondere Erfahrung, denn nicht jeder könne ein F1-Auto fahren. "Überhaupt in der Formel 1 zu fahren, ist für mich schon eine Leistung", gibt sich der 24-Jährige angesichts der derzeitigen Erfolge demütig. Nach dem Sieg in Yeongam lagen sich Vettel und Horner auf dem Podium in den Armen und begossen den Triumph ausgiebig mit Champagner. "Es ist fantastisch, Sebastian in den vergangenen Jahren gewachsen sehen zu haben", schwärmt der RBR-Teamchef und fügt mit einem Grinsen an: "Er nimmt selbst Karaoke ernst - er ist in so vielen Bereichen talentiert."