Fünf Punkte, dort steht Williams auch nach dem Japan Grand Prix, also dem 15. Rennen der Saison. Auch in Suzuka gab es nichts Zählbares für das Traditionsteam, was wieder einmal mehrere Gründe hatte. "Wir hatten auf den Prime-Reifen einen schweren Start und unsere Pace im ersten Stint war dadurch stark eingeschränkt. Beim zweiten Boxenstopp gingen wir auf die Options und das steigerte unsere Pace um einiges", berichtete Pastor Maldonado.

Dank der besseren Reifen hatte er gegen Ende des Rennens dann auch eine starke Pace, nach seiner Ansicht sogar seine beste des Wochenendes, doch es war zu spät, weil am Anfang zu viel Zeit verloren gegangen war. Mehr als Platz 14 war für ihn nicht mehr drin. "Ich habe heute mein Bestes gegeben, aber das war nicht genug", bedauerte der Venezolaner.

Safety Car zur falschen Zeit

Bei Rubens Barrichello war es genau umgekehrt gelaufen. Der Brasilianer war gut ins Rennen gekommen und erst am Ende fiel er bis auf Platz 17 zurück. "Alles schien beim Start für uns zu laufen, aber dann kam das Safety Car. Das war schlechtes Timing für uns. Das schob das Feld zusammen und wir mühten uns am Ende des Rennens mit dem falschen Reifen ab, der zu langsam war", erklärte Barrichello.

Somit hatte bei Williams die Sicherheits-Variante für das Rennen nicht funktioniert, denn das Team hatte darauf gesetzt, die Strategien seiner Fahrer zu splitten. "Rubens begann auf einer Dreistopp-Strategie mit dem Option-Reifen und Pastor startete mit einer Zweistopp-Strategie auf den Primes", sagte der leitende operative Ingenieur Mark Gillan. Als das Safety Car kam, wurde Maldonado auch auf drei Stopps gewechselt, doch es half nichts. "Wir hatten leider nicht die Pace, um es in die Punkte zu schaffen", bedauerte Gillan.