Das Sauber Team hat in einem sehr emotionalen Großen Preis von Japan dank Sergio Pérez vier weitere WM-Punkte geholt. Der Mexikaner war nur von Platz 17 gestartet, fuhr die zweitschnellste Rennrunde und kam als Achter ins Ziel. "Ich freue mich sehr für das Team, dass wir hier in Japan Punkte holen konnten, zumal ich wegen des technischen Problems im gestrigen Qualifying von Platz 17 starten musste. Aber heute ist die Reifenstrategie für mich prima aufgegangen, das hat das Team sehr gut gemacht, und auch das Auto war stark", sagte Perez.

"Ich habe absolut alles gegeben. Das Rennen war körperlich für mich extrem hart, weil mich dieser grippale Infekt plagt. Ich bin sehr froh, dass ich das Auto gut ins Ziel gebracht habe und dazu in einer Position, für die es Punkte gibt", fuhr er fort. Lob gab es für den Mexikaner auch von Teamchef Peter Sauber. "Sergio fuhr ein grandioses Rennen. Er startete als 17. und wurde Achter - das sagt eigentlich alles. Er war aggressiv und konstant zugleich. Seine Leistung zeigt auch, dass das Auto einen klaren Schritt nach vorne gemacht hat, was für die kommenden Rennen sehr wichtig ist", sagte Sauber.

Kamui Kobayashi, der in Suzuka von Position sieben ins Rennen ging, dem bisher besten Startplatz für das Team seit dem Rückkauf durch Peter Sauber vor knapp zwei Jahren, wurde in seinem Heimrennen 13. "Das Rennen hatte seine Tücken für mich. Als ich beim Start die Kupplung losließ, war das Auto plötzlich im 'Anti-Stall-Modus' und die Drehzahl im Keller. Deshalb habe ich sofort fünf Plätze verloren. Ich habe versucht, zu kämpfen, aber das Überholen war heute nicht so einfach hier wie im vergangenen Jahr", erzählte der Sauber-Pilot.

Das Team versucht noch herauszufinden, warum das Problem am Start auftrat. Nach dem Problem beim Start konnte Kobayashi nicht mehr aufholen, und seine Reifenstrategie ging aufgrund einer frühen Safety-Car-Phase auch nicht auf. "Ich habe meinen zweiten Boxenstopp während der Safety-Car-Phase gemacht, und wir haben von der weichen auf die mittlere Reifenmischung gewechselt. Mit diesen Reifen musste ich dann das Rennen bis zum Schluss fahren - 29 Runden. Am Ende waren sie so hinüber, dass ich meine Position nicht mehr verteidigen konnte", erklärte Kobayashi.