Nach seiner Fahrt von Startplatz 23 auf Position zehn in Suzuka wusste Nico Rosberg nicht genau, ob er sich wirklich über den einen Punkt freuen sollte oder nicht. "Ich bin zufrieden", sagte er. "Es war ein spannendes Rennen, es war viel zu tun. Der zehnte Platz und ein Punkt sind toll. Ein Punkt geholt, dann war es die Mühe wert. Dennoch war es insgesamt ein verkorkstes Wochenende", erklärte der Mercedes-Pilot.

Verkorkst hatte das Wochenende das Hydraulik-Problem vom Qualifying, wegen dem er dort keine Runde fahren konnte und als Vorletzter starten musste. Insgeheim hatte er gehofft, es im Rennen trotzdem noch auf Platz acht zu schaffen, was eben nicht ganz gelang. "Es war recht schwierig, es gab viel zu tun und viele Überholmanöver. Ich war immer mittendrin und am Ende ging es dann gut auf", sagte Rosberg. Als am Ende dann die Sonne schon recht tief stand, gab es allerdings weitere Schwierigkeiten, weil sie in einigen Kurven blendete und damit die Sicht erschwerte.

Doch Rosberg wollte sich nicht zu sehr beschweren, sondern lieber nach vorne schauen. "Hoffentlich haben wir in Korea ein normales Wochenende und die Chance, dort weiter vorne zu sein." Davor wird er noch kurz in Kyoto vorbeischauen, um die wenige Freizeit zu genießen, die er bis zum Korea Grand Prix hat. Gratulieren musste Rosberg natürlich auch. "Er hat es auf jeden Fall verdient. Er ist super gefahren, auch mit dem Team hat es super gepasst. Er war unschlagbar und es war nur eine Frage der Zeit", erklärte er zu Sebastian Vettels WM-Gewinn. Bald will Rosberg seinen Landsmann aber fordern, allerdings wohl nicht bald genug. "Es kann sein, dass es nächstes Jahr noch zu früh ist, aber wir werden es versuchen."