Williams schien nach dem Qualifying in Singapur ein wenig zwischen den Stühlen zu sitzen. Einerseits hatte man mit den Startplätzen zwölf und 13 nicht unbedingt brilliert, andererseits hatte man auch nicht katastrophal abgeschnitten und war durchaus zuversichtlich für Sonntag. "Rubens und Pastor haben gute Startplätze für das Rennen geholt und von dort können wir morgen sicher die Punkte anvisieren. Es macht auf einem Stadtkurs wie hier einen großen Unterschied, wenn man beim Setup alles richtig hinbekommt, es war aber auch entscheidend, die Reifendrücke während der Session zu managen", sagte Williams-Technikdirektor Sam Michael, der in Singapur sein letztes Rennen mit dem Team bestreitet.

Rubens Barrichello wusste derweil wirklich nicht, ob er zufrieden sein soll oder doch nicht. "Man kann mit Rang zwölf nie zufrieden sein, aber wir haben eine gute Runde geschafft und sollten damit zufrieden sein. Das ist eine tolle Strecke, ich genieße sie sehr, aber sie ist recht schwierig", meinte der Brasilianer. Vor allem die Kerbs sah er als Problem und durch Kamui Kobayashis Unfall sah er sich in der Annahme auch bestätigt. "Man muss vorsichtig sein. Es gab auch viel Verkehr da draußen, also habe ich versucht, früh rauszugehen, um freie Fahrt zu haben. Man kann hier die eigenen und die Fähigkeiten des Autos noch mehr ausreizen, also bin ich glücklich damit, was wir bislang geleistet haben."

Nicht wirklich zufrieden war Pastor Maldonado, der Venezolaner hatte Probleme damit gehabt, seine Reifen auf Temperatur zu bekommen, speziell die weicheren, was eigentlich ungewöhnlich ist. "Das hat mich Zeit gekostet. Am Ende von Q2 hätten wir etwas mehr Temperatur in den Vorderreifen vertragen können, aber es war OK. Ich schaffte eine starke Runde, um Platz 13 zu holen und ich freue mich auf ein gutes Rennen - und darauf, in die Punkte zu kommen", versuchte Maldonado, sich optimistisch zu geben.