"Es war wundervoll", erinnert sich Nico Rosberg. Doch das schöne Gefühl war nicht von Dauer. Drei Runden lang führte er den Großen Preis von Belgien an, dann passierte das Unvermeidliche: "Ich wusste, es würde nicht lange anhalten und habe nie gedacht, dass ich gewinnen würde – das war mir von Anfang an klar, leider."

Mit dem Aufwärtstrend aus Belgien ist Rosberg dennoch zufrieden – obwohl ihm der verlorene Platz am Ende gegen seinen Teamkollegen Michael Schumacher natürlich wenig begeisterte. "Aber insgesamt waren wir besser", betont er. So soll es in Monza weitergehen.

Von einem Podestplatz möchte Rosberg jedoch nicht sprechen. "Aber ein stärkeres Rennen ist möglich – dann sehen wir, was dabei herauskommt", so der Mercedes-Pilot. "Die Streckencharakteristik sollte unserem Auto liegen, es ist sehr windschlüpfrig und unser Motor ist ebenfalls sehr stark. Als High-Speed-Strecke könnten wir hier etwas besser sein. Aber ich glaube nicht, dass wir deswegen gleich gewinnen werden."

An Siege denkt er erst wieder für die Saison 2012. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Mercedes GP rüstet personell auf und die Fabrik ist in Rosbergs Augen so stark besetzt wie noch nie – davon machte er sich bei einem Besuch in der vergangenen Woche selbst ein Bild.

"Wir machen große Fortschritte, es kommen gute Leute an Bord", verrät er. "Bislang kann man es nur in der Fabrik sehen, es wird etwas dauern, bis man es am Auto merkt. Aber es wird sich definitiv auswirken. Die Fabrik ist jetzt viel stärker als vorher." Für die kommenden Wochen wird es noch ein paar Updates geben, danach richtet sich bei Mercedes jedoch der Fokus komplett auf das nächste Jahr.