Am kommenden Wochenende steht in Monza das Europa-Finale der Formel-1-Saison 2011 auf dem Programm und für Timo Glock und Virgin Racing ist es spannend, auf den Hochgeschwindigkeits-Kurs zu kommen. "Die Strecke ist prinzipiell flach, aber es gibt eine leichte Neigung von den zweiten Lesmos zur Variante Ascari und der Grip ist wegen des schwachen Aerodynamik-Profils, das verlangt wird, sehr niedrig. Untersteuern ist auch eher ein Problem als auf anderen Strecken, wobei wir aber im zweiten Sektor Übersteuern haben", erklärt Glock.

Spaß macht ihm der Traditionskurs aber auch so, denn es ist die schnellste Strecke im Kalender und eine echte Herausforderung. "Die Variante Ascari ist wohl einer meiner Lieblingsteile der Strecke, so wie auch die Parabolica, wo die echte Herausforderung darin besteht, so spät zu bremsen wie möglich", meint Glock. Sein Teamkollege Jerome D'Ambrosio freut sich bereits auf die hohen Geschwindigkeiten in Monza, wobei er weiß, dass neben Speed auch Bremsstabilität und ein gutes Fahrverhalten über die Kerbs wichtig sein werden. "Die Atmosphäre ist auch etwas Besonderes, es werden uns viele begeisterte italienische Fans von den Tribünen anfeuern."

Motorkraft und aerodynamische Effizienz

Darauf baut auch Virgin-Teamchef John Booth, der der Ansicht ist, dass alle Teams von den Tifosi unterstützt werden. Die Strecke ist auch für ihn etwas Besonderes. "Die Fahrer sind einen Großteil der Runde voll auf dem Gas, wodurch der Kurs für den Motor sehr anspruchsvoll ist. Also liegt das Hauptaugenmerk hier auf Motorkraft und aerodynamischer Effizienz, die Autos müssen mit einem Setup mit besonders geringem Aerodynamik-Profil ausgestattet werden, um die Reibung zu verringern. Dadurch kann das Auto schwer zu fahren sein, vor allem auf der Bremse in den ersten beiden Schikanen", sagt Booth.

In den Lesmos, Ascari und der Parabolica dreht sich für ihn dann alles um Balance. Hat der Fahrer dort die richtige Balance, kann er die Geschwindigkeit gut durch die Kurve und auf die Gerade mitnehmen. "Wir gehen mit Zuversicht in den letzten Saisonteil und sind bereit für die Übersee-Rennen, für die wir bereits zu packen begonnen haben. Nachdem wir nach der Sommerpause das neunte Doppel-Finish der Saison in Spa erreicht haben, wissen wir, welchen Weg wir fortsetzen müssen und wir müssen unsere gute Zuverlässigkeit jetzt bis zum Ende der Saison zeigen."