Die ganze Formel-1-Welt spricht über die Zukunft, doch Scuderia-Toro-Rosso-Pilot Jaime Alguersuari möchte sich auf die Gegenwart konzentrieren. Am kommenden Wochenende wird der Spanier in Monza sein 40. Formel-1-Rennen bestreiten. Eine Marke, die ihm vor einigen Wochen die wenigsten zugetraut hätten, denn nach sechs Rennen ohne Punkte war er in den Köpfen vieler Experten schon durch Daniel Ricciardo ersetzt. Dann startete er einen Lauf und sicherte sich Rennen für Rennen einen Zähler nach dem anderen.
Doch immer noch gibt es Gerüchte, Ricciardo, der gerade bei HRT Erfahrungen sammelt, könnte im kommenden Jahr Alguersuari ersetzen. Diese Spekulationen interessieren den 21-Jährigen im Moment nicht. "2012 ist immer noch sehr weit weg", erklärte er gegenüber GPweek und nannte die Dinge, die für ihn im Moment von Bedeutung sind. "Wir sind immer noch besorgt, was dieses Jahr noch passiert, mit dem Auto, wo wir sein werden, ob wir die achte Position in der Weltmeisterschaft erreichen können und so weiter."
Reifen im Griff
Denn 17 Punkte hinter Toro Rosso rangiert Williams, die unbedingt in Schach gehalten werden müssen. Nebenbei geht der Blick schon nach vorne. "Aber wir machen immer noch Druck, um Force India anzugreifen und zu sehen, ob wir es schaffen können, am Ende vor ihnen zu stehen", zeigte Alguersuari die Ziele auf. Tatsächlich trennen die beiden Rennställe nur 10 Punkte und Toro Rosso zeigte - speziell in Spa - aufsteigende Tendenz, was Alguersuari erklären konnte. "Wir verstanden die Reifen deutlich besser."

Kleine Änderungen im Bereich des Setups hätten zudem vom einem auf den anderen Tag sehr großes Potenzial offengelegt. "Nur ein besseres Verständnis der Reifen, durch die Veränderung des mechanischen Setups. Es ist erstaunlich, wie es sich verändert hat", freute sich der Spanier. "Ich war so beeindruckt." Da das Setup nun auf das Rennen ausgerichtet ist, womit man den Reifenabbau in den Griff bekommen hat, sei es aber nun schwerer eine perfekte Runde hinzubekommen.

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